Siegessäule - Afrikanische LGBT AktivistInnen zu Gast

Berlin

Afrikanische LGBT AktivistInnen zu Gast


In den Redaktionsräumen der Siegessäule wurde lebhaft diskutiert – über Akzeptanz von Schwulen, Lesben und Trans*, ob in Afrika oder hier

Afrikanische Aktivisten und Aktivistinnen zu Gast bei der Siegessäule

SIS 29.11.2010 – Neugier auf allen Seiten. Das Auswärtige Amt und die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hatten eine afrikanische Delegation von LBGT Aktivisten und Aktivistinnen nach Berlin eingeladen. Auf dem Programm stand auch ein Besuch in den Verlagsräumen von Siegessäule, L-MAG und DU&ICH. 12 Gäste konnten die drei Redaktionen willkommen heißen, aus Ländern wie Uganda, Mosambique, Nigeria oder Ghana. Die lebhafte Diskussion zeigte, dass die Situation für Schwule, Lesben und Trans* in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ist. Homosexuelle und Trans* werden zum Beispiel in Mosambique weitgehend toleriert, sehen sich in anderen afrikanischen Ländern aber staatlicher Verfolgung ausgesetzt, ihre Arbeit ist dort nur eingeschränkt möglich. Viele LGBT-Organisationen verorten sich deshalb unter denjenigen Gruppen, die sich allgemein für Menschenrechte einsetzen.

Einhellige Meinung aller Gäste war allerdings auch, dass negative Geschichten über afrikanische Länder in deutschen Medien zu sehr dominierten, vor allem bei LGBT Themen. „Aber wir leben dort und versuchen die Dinge zu verändern“, so ein Aktivist aus Uganda. Das Land stand in letzter Zeit besonders im Medienfokus, da dort ein Gesetz verabschiedet werden sollte, das in bestimmten Fällen die Todesstrafe für schwule Männer vorsah. „Schreibt doch mal über uns und etwas Positives!“ so sein Wunsch an deutsche Medien. Die Kontakte für mehr Geschichten aus afrikanischen Ländern sind auf jeden Fall geknüpft.

gf