Siegessäule - Anti-Papst-Demo am Potsdamer Platz, 22.9.

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Anti-Papst-Demo am Potsdamer Platz, 22.9.


Das Motto der Demo: „Keine Macht den Dogmen!“

© Foto: Logo des Bündnisses „Der Papst kommt“

siegessaeule.de update 20.09.2011: Zum Abschluss wird Marusha am Bebelplatz spielen, mittlerweile sind 11 Wagen angemeldet – das wird also ein kleiner Anti-Papst-CSD mit Terre des Femmes, dem Humanistischen Bund, vielen Frauenorganisationen und anderen! Spenden an den LSVD sind sehr erwünscht, rund um den Papstbesuch gab es mehrere Veranstaltungen, Demo und Bühne kosten Geld. Auf der Demo wird gesammelt.

16.9.2011 –  Neues zum Papst: Vom Bündnis „Der Papst kommt“ wurde jetzt das Motto der Gegendemonstration verabschiedet: „Keine Macht den Dogmen“ wird es lauten. Man entschied sich damit gegen „Keine Kirche-keine Hölle“ und gegen „Glaubst du noch oder denkst du schon?“, die auch zur Diskussion standen.

Das Bündnis gründete sich Anfang des Jahres, mittlerweile unterstützen über 60 Organisationen und Privatpersonen den Protest gegen „die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik“ des Papstes. Ins Leben gerufen wurde die Initiative vom LSVD. Dass es sich jedoch nicht um einen rein schwullesbischen Protest handelt, zeigt die Beteiligung von Organisationen wie pro familia, TERRE DES FEMMES und dem Humanistischen Verband Deutschland. Auch zahlreiche Prominente, wie Rosa von Praunheim, Gaby Decker und Nina Queer bekunden ihre Sympathie.

Dass der Papst nicht nur im Olympiastadion spricht, sondern auch vor dem Bundestag eine Rede hält, sorgt dazu für Aufruhr in der Politik. Die Hälfte der Linken-Abgeordneten, sowie zahlreiche SPD- und Grünen-Abgeordnete wollen der Rede von Benedikt XVI fernbleiben. Sie sind der Ansicht, dass die Papst-Rede vor dem Bundestag mit der religiösen Neutralität des Staates unvereinbar ist. Andere argumentieren dagegen: Benedikt XVI sei nicht als Oberhaupt der Katholiken, sondern als Staatsoberhaupt des Vatikans eingeladen.

Nachdem die Klage gegen das Demoverbot am Brandenburger Tor erfolglos blieb, wird jetzt am Potsdamer Platz gestartet. Bei der Auftaktkundgebung um 16 Uhr gibt es unter anderen Redebeiträge von Dr.theol.Uta Ranke-Heinemann und dem schwulen Theologen Dr. David Berger.

Maria Mikityla

„Keine Macht den Dogmen“, Demo zum Papstbesuch, 22. September, Start: 16 Uhr Potsdamer Platz

Wer sich als Backstagehelfer/in oder anderweitig bei der Organisation der Demonstration beteiligen möchte, kann sich beim LSVD oder unter www.derpapstkommt.de melden. Außerdem sind Spenden sehr erwünscht, rund um den Papstbesuch gab es mehrere Veranstaltungen, Demo und Bühne kosten Geld. Auf der Demo wird ebenfalls gesammelt.

 

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Kommentare


Also ehrlich, was geht hier den ab?? Ich finde die angemessenste Reaktion auf den Papst zeigt heute die TAZ http://www.taz.de/Auftritt-des-Oberhauptes-des-Yedi-Ordens/!78613/ "Yoda ist auf der Erde gelandet." Hi, hi

von: Jan, 22.09.2011 12:53 Uhr

Wenn gesagt wird, daß Herr Ratzinger nicht als religiöser Anführer, sondern als Staatsoberhaupt vor dem Bundestag redet, dann sollte man ihn auch konsequenterweise nicht als Papst Benedict begrüßen, denn das ist der religiöse Titel.
Wenn man ihm als Staatsoberhaupt die seltene hohe Ehre erweist, vor dem Bundestag reden zu dürfen, sollte man sich klar machen, daß man diese Ehre einem erklärten Antidemokraten erweist. Wie vielen erklärten und verdienten Demokraten ist diese Ehre bisher nicht erwiesen worden?!
Wer wie er meint, Demokratie sei die Diktatur des Relativismus, muß sich fragen lassen, welche Staatsform er uns empfiehlt. Das Gegenteil? Seine? Also den freiwilligen Totalitarismus. Europas letzter absolutistischer Feudalherr wird von den Rechten im Parlament hofiert. Vielleicht wollen sie ja etwas von seinem feudalen "Glanz" abhaben.
Das ist entlarvend und peinlich.

von: durchanande, 20.09.2011 22:03 Uhr

Ich entschuldige mich für die "feige Sau", ersetze "ist eine feige Sau" durch "ist feige" und würde mich freuen, wenn auch sonst empfindlich auf maßlose Übertreibungen wie etwa "menschenfeindlich" reagiert würde.

von: Radbod, 20.09.2011 16:55 Uhr

Leute, bitte achtet auf die Netiquette.
Christian Mentz, Redaktion

von: Die Redaktion, 20.09.2011 16:05 Uhr

@Radbold
Kritik kann ich durchaus respektieren aber als `feige Sau` muss ich mich nicht beleidigen lassen - unterstes Niveau.

von: heinzunddoris, 20.09.2011 15:35 Uhr

Ich würde eher praktizierender Katholik werden (Göttin bewahre) als ein Bündnis zu unterstützen, dass gegen die "menschenfeindliche" Politik des Papstes demonstriert. Wer mit solchen Worten um sich schlägt, hat den Blick für die wahren Menschenfeinde verloren und ist eine feige Sau, da die Kirche sich nicht so wehrt wie, sagen wir, die Grauen Wölfe oder die NPD. Wohlfeilen Mut nennen es die einen, kreativen Protest die anderen. Berlin - offene Stadt? Wohl kaum. Eher hysterisch.

von: Radbod, 20.09.2011 15:05 Uhr

als es noch einen Gründ bräuchte auf der Seite www.derpapstkommt.de zu unterschreiben oder auf die Demo zu gehen aber es gibt doch noch einen aus dem heutigen Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/erzbischof-verbietet-schwulen-priestern-die-messe/4624370.html

Also Ihr lieben, ein bisschen Aktion zeigen damit Berlin eine offene Stadt bleibt - davon profitieren alle... auch die konservativen Schwuppen.

Grüße

von: günniundheinz, 20.09.2011 11:25 Uhr

hallo ihr da draußen,

erst 5000 Menschen haben auf der Seite derpapstkommt.de gegen die z.T. diskriminiernde Sexualmoral ua. gegen Schwule und Lesben unterschrieben. Gemessen an der ungefähren Zahl der hier lebenden queers, eine verschwindend geringe Anzahl (viele der Unterstützer der Unterschriftenaktion sind nicht gay...). Hallo, wo seid ihr?

von: heinzunddoris, 17.09.2011 20:17 Uhr

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