Siegessäule - „Aufklärung und Prävention sind in der Szene unterausgestattet“

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„Aufklärung und Prävention sind in der Szene unterausgestattet“


Thomas Birk (Bündnis90/Die Grünen) im Interview zu den Plänen des Senats für ein neues Aids-Präventionskonzept

SIS 24.12.2010 – Berlin braucht mehr HIV-Prävention. Im Vergleich zu 2001 gab es in Berlin 2009 mehr als doppelt so viele HIV-Neudiagnosen. Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben, bilden mit 70 Prozent die größte Gruppe. Deshalb hatte der Senat im Oktober ein Rahmenkonzept zur Aids-Prävention beschlossen, jetzt folgte im Dezember ein Weiterentwicklungskonzept von Prof. Dr. Rolf Rosenbrock vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Potenziale für bessere Prävention sieht dieser etwa in einer stärkeren Einbindung von Szeneläden, sowie in der Gründung von HIV-kompetenten Checkpoints. Offen bleibt neben der Finanzierbarkeit bisher auch der genaue Zeitplan des Aktionsplans.

Siehe dazu auch den Kommentar von Siegessäule Chefredakteur Sirko Salka

Siegessaeule.de befragte dazu Thomas Birk, Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus für Bündnis90/Die Grünen und Sprecher für Lesben- und Schwulenpolitik

SIS: Der Senat hat im Herbst ein Rahmenkonzept HIV/Aids beschlossen, inzwischen liegt ein Weiterentwicklungskonzept vor. Inwieweit erfüllen die Konzepte die Vorgaben des Abgeordnetenhauses von 2008?

Thomas Birk: Das Rahmenkonzept erfüllt die Vorgaben formal, bleibt aber unter dem Niveau dessen, was in Fachkreisen seit Jahren diskutiert wird. Das Entwicklungskonzept analysiert genau die Punkte, die nicht ausreichend abgestimmt sind, und bietet Vorschläge, welche neuen Schwerpunkte in der Prävention gesetzt werden können. Insofern ist es eine gute Grundlage.

Was in beiden Papieren fehlt, sind Angaben zur künftigen Finanzierung des Bereichs HIV und Aids. Wie zufrieden bist du mit dem Ergebnis?
Prof. Rosenbrocks Entwicklungskonzept benennt viele Defizite, wo es deutlich mehr Geld bräuchte. Wir wissen alle, dass die Finanzlage in Berlin begrenzt ist. Deshalb wird man sich anhand des Konzepts entscheiden müssen, welche dringendsten Probleme zu beheben sind. Meiner Ansicht nach ist das die Gruppe der Männer, die Sex mit Männern  haben (MSM), weil dort die Zahl der HIV-Infektionen am höchsten ist.

Im Bereich MSM ist Prävention auf einem hohen Level. Wo siehst du Defizite?
In der Ungleichverteilung von Mitteln in Vergleich zu den anderen Zielgruppen. Auch sind Aufklärung und Prävention in der Szene unterausgestattet. Die Schnelltests mit Beratung müssen gesichert werden und was ManCheck mit zweieinhalb Stellen vor Ort leistet, kann nicht ausreichen.

Schwule gelten doch als bestinformierte Zielgruppe!
Information allein reicht nicht. Das weiß jeder, der sich mit Safer Sex auseinandersetzt. Man braucht den Ort und die Möglichkeit, darüber zu reden. Daher sind Schnelltests mit Beratung eine gute Gelegenheit. Oder – anderes Setting – wenn Kondome verteilt werden, kann man mit den Leuten ins Gespräch kommen. Das ist noch immer das effektivste, aber auch personalintensiv.

Wie könnten sogenannte Sexbetriebe stärker in die Prävention einbezogen werden?
Einige Wirte machen bereits mit, es könnten viel mehr sein. Wichtig ist, dass etwa Kondome gut sichtbar zur Verfügung stehen. Werbung für Safer Sex sollte so positioniert werden, dass sie einladend und offensiv ist. Auch gilt es, das Bewusstsein der Wirte zu schärfen, damit sie darauf achten, dass auf Partys auch Safer Sex stattfindet.

Was hältst du von Rosenbrocks Vorschlag, vier HIV-Checkpoints in der Szene zu etablieren?
Das ist das von Mann-o-Meter seit Jahren praktizierte Modell. Die Vorstellung, solche Beratungszentren mittelfristig auch in Prenzlauer Berg oder Kreuzberg zu haben, finde ich nachvollziehbar. Das würde aber eine erhebliche Umverteilung der Mittel bedeuten. 

Ist eine gründliche Analyse jetzt nicht sinnvoller als mögliche Schnellschüsse vor den Landtagswahlen 2011?
Rosenbrocks Papier bietet genug Möglichkeiten, kurzfristige Maßnahmen zu starten, etwa im Bildungsbereich. Richtig ist, dass vieles, was er vorschlägt, nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Was mich sehr ärgert, da die Erkenntnisse auch schon früher möglich gewesen wären. In der Legislaturperiode ist es versäumt worden, all die Defizite, die bekannt waren, zu beheben.

Hier zum Kommentar von Siegessäule Chefredakteur Sirko Salka

 

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Kommentare


@Michael
Selten so einen hirnrissigen Quatsch gelesen. Eine solche Ansammelung an Weisheiten aus der "Wir basteln uns alles schön Ecke", dient nur zur Verunsicherung und sollte nicht als Grundlage des Handelns für intelligente Menschen dienen.

von: BerlinerBürger, 04.01.2011 10:15 Uhr

@berlinerbuerger

dein beitrag enthält so viele denkfehler, dass er schon wieder zum lachen ist.
95 % der schwulen sind über hiv aufgeklärt, das sagt aber noch nichts darüber aus, wie viele sich an die regeln halten. wenn dem so wäre würden die menschen nicht so fett essen oder rauchen, die aufklärung ist da.

warum sollen 2 positive menschen nicht auf ein kondom verzichten können? die meisten sind unter ständiger kontrolle durch ihre ärzte, sie sind also oft gesünder als die vermeintlich negativen.

wenn die kondome weggeworfen werden, dann sollte man sich doch mal fragen woran das liegt und über die strategie nachdenken und dieses nicht den angesprochenen in die schuhe schieben.
die einen wollen vlt gar keinen sex, die anderen haben ihre eigenen und wieder andere leute verzichten auf das gummi.

"und sehe mich nicht als Weltverbesserer sondern möchte auch meinen Beitrag dazu leisten, daß die Stigmatisierung von Schwulen nicht durch Verhaltensweisen wie Bareback wieder neu aufflammt"

nur die schwulen sind also verpflichtet ein gummi zu nutzen. wie homophob ist das denn.

in england wurden große studien durchgeführt, in allen waren die besondere nähe und zärtlichkeit beim blanken sex als hauptgründe angeführt.
ständiger safer sex führt nach diesen studien zu einer verrohung beim sex.

von: Michael, 30.12.2010 23:35 Uhr

Man reibt sich die Augen, was hier zum Teil für seltsame Kommentare geschrieben werden. Wie richtig von Matze aus der Studie zitiert, sind 95,8 % der Schwulen über die Thematik HIV informiert. Warum hat Berlin in Deutschland mit die höchsten Neuinfektionen, wenn doch eigentlich alle so Schlau sind!
Sind es die 4,2 %, die diese schrecklich hohen Zahlen produzieren. Dies würde in der Konsequenz ja bedeuten, daß diese kleine Zahl an Schwulen eine enorme Zahl an Problemen verursacht.
Vermutlich wird es aber anders sein. Was das ganze allerdings auch extremst verschlimmert. Und dies natürlich dann auch auf Kosten der Allgemeinheit und da nicht nur der Gruppe der Schwulen, sondern der ganzen Gesellschaft.
In dem Kommentar von "Michael" ist ein weiteres erschreckendes Beispiel für den Umgang mit der Thematik Krankheit. Ich meine hier nicht nur das Thema HIV. Vielmehr ist in Berlin ein exorbitanter Anstieg von verschiedenen Geschlechtserkrankungen zu beobachten. Solche Hinweise wie
"ein größeres problem als der verzicht auf kondome scheint mir in der
community eher der gebrauch von chemischen drogen zu sein.
zu den barebackparties: diese werden als hiv+only-parties beworben,
also kein grund zur aufregung"
sind ein völliges NO GO.
Natürlich ist der Gebrauch von chemischen Drogen gleichfalls ein Riesenproblem aber bei "Barebackparties" auf Aufregung zu verzichten, ist ein Unding. Natürlich muß man sich aufregen und es ist Scheißegal ob da "HIV+only-parties" steht. Bei Barebackparties werden "Scheunentore" für Multiple-Infektionen geöffnet.
Desweiteren ist die Nummer mit den "falschen" Kondomen ein Verhalten, was auch in Heterosexuellen Kreisen weit verbreitet ist. Es gibt immer noch den infantilen Lacher, wenn ein Typ von seiner "Gummiallergie" berichtet.
Eigentlich sind diese ganzen Diskussionen eine Verunglimpfung jeglicher Präventionsarbeit. Da gibt es Menschen, die sich Nachts die Beine in den Bauch stehen und fleissig Kondome verteilen, die dann achtlos in die Ecke geworfen werden. Es ist ein perfides Spiel was hier betrieben wird.
Es bleibt aber festzuhalten, daß die konträren Meinungen aber auch ein Beispiel für Diskussionsbedarf sind. Ich möchte nicht soweit gehen, daß die schweigende Masse sich einfach dem Mainstream unterwirft und diese Ganzen geflogenheiten der Szene einfach mitmacht, sondern daß es auch viele gibt, die sich darüber gedanken machen. Persönlich stehe ich auch zu meinen Standpunkten und sehe mich nicht als Weltverbesserer sondern möchte auch meinen Beitrag dazu leisten, daß die Stigmatisierung von Schwulen nicht durch Verhaltensweisen wie Bareback wieder neu aufflammt. Und zu dieser Meinung stehe ich auch und wer sie nicht akzeptiert - der geht mir am "Arsch" vorbei.

von: BerlinerBürger, 29.12.2010 01:23 Uhr

@Michael:
Die Mehrheit der Gesellschaft hat 6 Sexualpartner - im Leben, nicht pro Monat! Insofern hinkt der Vergleich.
Was die Drogen angeht: Zustimmung!
Das die Bewerbung der Parties angeht: ich sehe auf dieser Website keine gesonderten Hinweise auf Bareback oder Safe, es wäre kein Ding das in Klammern zu setzen - wenn man denn überhaupt sowas bewerben will.

Was die Kondome angeht: niemand käme auf die Idee, bei einem Fallschirmsprung ohne Fallschirm abzuspringen, nur weil ihm die Farbe des Schirms nicht gefällt. Ds Argument ist billig, sorry

@holm
Schon weil es Menschen wie dich gibt, die sich hier anscheinend aus gutem Grund angepisst fühlen, lohnt es sich das zu kommentieren! Im Übrigen vertrete ich die Meinung auch überall sonst, und es mag eine Menge Leute geben, die das ankotzt, aber auf die kann ich auch gut verzichten!

von: Matze, 28.12.2010 23:24 Uhr

"..Der Wissensstand zu HIV ist hoch – in Deutschland wie auch insgesamt. 95,8 Prozent der deutschen Befragtem wussten die wichtigsten Fakten. ..."

Quelle: http://www.siegessaeule.de/queere-welt/emis-umfrage-rund-62-mit-sexleben-zufrieden.html

Wohlgemerkt: 95,8% einer Gruppe SCHWULER Befragter!!!

Wer jetzt noch nach mehr Geld für mehr Prävention schreit, dem ist nicht mehr zu helfen. Das Geld zu verbrennen wäre sinnvoller!

von: Matze, 28.12.2010 23:15 Uhr

eine übergroße mehrheit unserer gesellschaft hat sex ohne gummi, kein mensch wird sein leben lang nur safer sex haben. wenn man auf sexparties auf ein kondom verzichtet, ist das risiko einer infektion mit was auch immer, natürlich höher, als in trauter zweisamkeit.
ein größeres problem als der verzicht auf kondome scheint mir in der community eher der gebrauch von chemischen drogen zu sein.
zu den barebackparties: diese werden als hiv+only-parties beworben, also kein grund zur aufregung.
....und was die kostenlos verteilten kondome betrifft, diese bewirken eher das gegenteil, weil man sich dann gleich nen fahradschlauch drüber ziehen kann, da kaufe ich mir lieber meine eigenen, andere werden es nach einen missglückten versuch lieber ohne machen.

von: Michael, 28.12.2010 21:57 Uhr

@ BERLINER BÜRGER
NA DU BELLST DOCH AM LAUTETEN UND SO SCHÖN WIE DU SCHREIBST IST DAS LITERATUR FÜR MICH , NUR KEINE FALSCHE BESCHEIDENHEIT.
JETZT NOCH ZU DEINER BITTE, DA KANN ICH DIR NUR VOLLSTEN HERZEN BEIPFLICHTEN.

von: HOLM, 28.12.2010 18:09 Uhr

@ Holm
"war das jetzt eine selbsteinschätzung ?" oder selbsteinschätzung
da sag ich nur "Getroffene Hunde bellen"
Übrigens handelt es sich hier in keinster Weise um Literatur, sondern um einen Kommentar. Dies ist ein Namentlich gekennzeichneter Beitrag in der üblichen Groß- und Kleinschreibung.
Noch eine Bitte - falls man die Kommentare nicht interpretieren kann, einfach auf das Beschimpfen verzichten. Damit lebt es sich einfacher und entspannter.
Einen guten Rutsch !

von: BerlinerBürger, 28.12.2010 16:34 Uhr

Sehr guter Kommentar, hoffentlich macht ihr weiter so............
Gruss Paulchin........

von: Paulchin, 28.12.2010 15:38 Uhr

@ BERLINER BÜRGER

war das jetzt eine selbst einschätzung ? wenn ja liegst du damit 100% richtig .
du solltet dir ein paar gute freunde suchen und mit denen spaß und freude haben dann bräuchtest du uns hier nicht mit deinen literarischen ergüssen nerven .

von: holm, 28.12.2010 13:26 Uhr

@ Holm
Leute, die wenig wissen,
sind oft Schwätzer.
(Jean-Jaques Rousseau)

von: BerlinerBürger, 28.12.2010 11:25 Uhr

@ matze

auch nicht besser denn wenn ihr politelsen und immer gestrigen nicht weiter wisst dann kommt KARL MARX .
du Matze und BERlINER BÜGER solltest eine besser wisser gemeinschaft gründen.
ihr geht hier allen richtig auf den geist mit euren plattitüden , scheinbar ist das hier die einzige möglichkeit wo ihr
euch artikulieren könnt um euren vermeintlichen
wissenstand loszuwerden.
nicht schön.

von: holm, 28.12.2010 10:15 Uhr

@holm
Wenn ihnen gar nichts mehr einfällt, neigen die meisten Leute zu Mitleidsbekundungen. Immerhin lenkt das zumindest kurzfristig vom Thema ab. Es werden die Zeiten kommen, in denen sich derlei Engstirnigkeit einmal gegen diejenigen wenden wird, für die Homosexualität quasi ein Beruf ist. Weil diese EINE Gesellschaft irgendwann und auch zu recht nicht mehr bereit sein wird, eine Minderheit Unverbesserlicher mit asozialem Verhalten weiter so rumwurschteln zu lassen.
Diese Unverbesserlichen tun MIR leid, denn sie sind dabei nicht nur sich, sondern auch der großen Mehrheit eine Menge Perspektiven zu versauen.
"Alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen ereignen sich sozusagen zweimal, das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce" (Karl Marx). In diesem Sinne viel Spass mit der Farce...

von: Matze, 28.12.2010 04:31 Uhr

an matze:
da kann ich nur zu sagen, mir fehlen die worte aber leid tust du mir schon.
ein schönes neues jahr wünsche ich dir trotzdem

von: holm, 27.12.2010 17:54 Uhr

PS: @holm
und wenn wir EINE Gesellschaft sind, wieso turnt dann der schwule Teil der Gesellschaft eigentlich nur unter seinesgleichen rum??? Die meisten Schwulen haben nicht mal heterosexuelle Freunde. Aber mit denen kann man ja auch nicht ficken! Was für eine ENIGKEIT

von: Matze, 27.12.2010 00:29 Uhr

@holm:
Fettfresser, Alkoholiker, Raucher, das sind: Fettsucht, Nikotinsucht, Alkoholabhängigkeit! Da steckt das Wort SUCHT drin! Und selbst ein Heroinabhängiger kurz vor dem Exitus würde eins nicht tun, nämlich zuzugeben, dass er ein Sucht-Problem hat! Denn sonst ginge er in den Entzug, und das tun, egal bei welcher Droge, die wenigsten. Jemand, der weiss, dass er sich, anderen und auch der Gesellschaft mit seinem Sexualverhalten schaden kann, aber es ohne Rücksicht auf diese Konsequenzen dennoch tut um des Lustgewinns im Sinne seiner diesseitig hedonistischen Vorstellungen eines vermeintlich glücklichen Lebens weiss hingegen sehr wohl was er tut, denn er tut es in voller Absicht. Es sei denn er ist sexsüchtig. Ist er dies nicht, so handelt er allein wegen der Lust auf sexuell übertragbare Krankheiten
Sollte das irgendwann auch mal als SUCHT anerkannt werden, reden wir weiter!
Man mag beklagen, dass man zu einer Minderheit gehört. Klar ist aber auch, man mag das gut finden oder nicht, dass Minderheiten in der Regel mit der Mehrheit verglichen werden und von außen immer auch ein Stückweit begutachtet, beurteilt oder leider auch verurteilt werden. Wenn z.B. Lieschen Müller zu Recht ALG II erhält oder eine Invalidenrente oder was auch immer, dann ist das das Eine. Dennoch wird es immer wieder Asis geben, die Lieschen unterstellen werden, dass sie eine Sozialschmarotzerin ist.Wenn man die Dummheit der Menschen nicht abstellen kann, dann kann man ihnen jedoch den Wind aus den Segeln nehmen und ihnen keine oder wenig Angriffsflächen geben. Im Übrigen finde ich es nur sinnvoll, sich nicht permanent am Bodensatz zu orientieren: also nicht immer nur den Vergleich zu Alkoholikern etc. ziehen! Immerhin sind ca. 85 % der Bevölkerung KEINE Alkoholiker.
Und jetzt frage ich auch einfach mal ganz blöd und naiv: in welchem Lebensbereich, abgesehen von der Tatsache, dass Single-Schwule in der Regel gut verdienen und daher gute Steuergelder abliefern, in welchem Lebensbereich sind Homosexuelle heute in der Lage und vor allem willens, sich nicht aus Bequemlichkeit nur an denen zu messen, die noch weiter unten im Gefüge der Gesellschaft stehen? In welchem Bereich sind sie Vorreiter?
Nicht dass es ein Zwang sein sollte, aber wenn man doch weiss, die Leute um einen rum sind dumm und primitiv, wieso ist man dann so blöd und geht ihnen darüber hinaus noch bewusst in die Falle, wenn man es doch vermeiden kann? So wie wenn man im Büro "Guten Morgen" auch zu denen sagt, die man eigentlich überhaupt nicht mag. Solange man es tut, weil man darum weiss, dass solche Leute alles andere am Ende gegen einen selbst verwenden würden, ist das darüber hinaus keine Anpassung, sondern geschicktes, intelligentes Verhalten. Homosexuelle scheinen allerdings eher dumm zu sein: siehe Fetischkneipen, siehe Ficken auf der Straße auf dem CSD, siehe HIV oder STD's im Allgemeinen und die bewusste Ausgrenzung der Betroffenen, siehe Ausgrenzung von älteren Szene-Menschen, siehe Frauenfeindlichkeit, siehe apolitisches Handeln, siehe Mobilisierungsunfähigkeit, siehe Beziehungsfähigkeit, siehe Kinderfreundlichkeit, siehe Toleranz beim Nichtraucherschutz.......
Wenn z.B. Jugendliche heute doppelt so oft wie früher Schwule für krank und pervers halten, dann hat das viele Gründe. Ein Grund ist aber dennoch die Art und Weise, wie sich diese Minderheit verhält: zumindest in Teilen asozial!

von: Matze, 27.12.2010 00:26 Uhr

AN BERLIN BÜRGER
wir sind EINE gesellschaft
die besteht auch aus nicht belehrbaren rauchern, alkoholikern,viel und fettfressern , all das drückt auf die kassenbeitäge also werft jetzt den schwulen nichts vor ,was der rest der gesellschaft nicht besser macht.
wenn hiv und hiv es ungeschützt treiben , sind sie dann danach hiv hoch 2 ?

von: holm, 26.12.2010 21:21 Uhr

Die ganze Brisanz wird erst richtig zu Tage treten, wenn die "heterosexuelle" Gesellschaft die Kosten dieser ganzen Infektionsthematik vorgerechnet bekommt. Da geht es nicht um eine Schnupfenimpfung oder eine Erkältung die einmalig mit Antibiotikum behandelt wird. Hier geht es um Folgekosten, die dies bei weitem übersteigen. Eine Minderheit ist immer angreifbar, wenn die Mehrheit für die Auswüchse bezahlen muß bzw. die Medien dies auch entsprechend aufarbeiten und die sexuellen Gepflogenheiten an den Pranger stellen.
Der bei vielen Dingen immer wieder strapazierte Ruf der Unterdrückung und Intoleranz wird die Mehrheit herzlich wenig interessieren. Sie sind ja nicht die Unterdrückten.
Es muß auch erlaubt sein, daß das Verhalten der Minderheit kritisiert werden darf - vielleicht auch in einem etwas hartem Ton - damit in Zukunft auch ein entspanntes Leben für die ganze "Minderheit" möglich ist. Es geht bei der Kritik auch nicht um elementare Dinge, die die Freiheit einschränken, sondern um ein Verhalten, was in einer im "Wahrsten Sinne aufgeklärten Gesellschaft" selbstverständlich sein sollte.

von: BerlinerBürger, 25.12.2010 21:32 Uhr

NACHTRAG:
Um es noch mal ein bisschen konkreter zu machen: das COCKS wird hier so gut wie jeden Tag beworben. Die dortigen Parties sind fast ausnahmslos Bareback-Veranstaltungen! Was man aber auch nur dann weiss, wenn man sich auf die schmierigen Clubseiten bei Gayromeo bewegt. Es kann doch nicht sein, dass man so etwas nur darüber erfährt. Partys wie "Firefighters" klingen ja nun auf den ersten Blick nicht automatisch nach einer Veranstaltung, die nach diesem Motto läuft, Zitat GR-Club Firefighters: "Wir löschen die geilen Brandherde aber nicht einfach mit Wasser. Wir verwenden ausschließlich (!) den weißen Spezialschaum. Du verstehst?! Für die Grübler: bare ist angesagt." Es ist doch ein Hohn schlechthin, wenn unter "Mix" für die Sozialberatung des CaféPositHIV (toll, dass es den Laden gibt, sowas ist wichtig!) geworben wird, und unter "Sex" für die nächste Barebackparty...Auf dass die Leute, die dort teilnehmen, für den Fall der Fälle dann wissen, an wen sie sich wenden können, wenn nach dem totalen Absturz nix mehr geht?! Vor allem dürften sich diejenigen, die sich in solchen Vereinen engagieren, eventuell irgendwann auch mal fragen, ob es überhaupt noch Sinn hat sich zu engagieren, da ständig neue Problem herangezüchtet werden. Wenn Herr Sarrazin über die Überproduktion immer neuer Koptuchmädchen lästert, dann gibt es einen Aufschrei. Wenn es zur Tatsache wird, dass sich eine Szene scheinbar damit abgefunden hat, dass ständig neue HIV-Infektionen produziert werden, dann ist es nicht mehr weit bis zu dem Punkt, an dem irgendein Demagoge - und leider sogar zu Recht - ein Buch schreibt mit einem Titel wie "Schwule schaffen sich ab". Dann wird wieder ein Aufschrei durch diese heiligen Foren gehen, wie schwulenfeindlich doch die böse Welt da draussen ist und wie unfair doch das Leben im allgemeinen und vor allem im besonderen zu "uns" ist. Ich kann nur von mir sprechen, aber es ist ein Punkt erreicht, an dem zumindest ich begonnen habe mich klar von diesem "wir" abzugrenzen. So wie mein türkischer Nachbar nicht Mitglied der Taliban ist, seine Frau nicht schlägt und nicht 5mal am tag gen Mekka betet, sondern nur das zufällige Glück oder Pech hatte, einen türkischen Background zu haben, so habe ich mit dieser Szene, die sich bewusst und unter Verkennung ihrer Verantwortung selbst kaputt macht, ebenso wenig zu tun! Früher schämten sich die Menschen schwul zu sein und flüchteten in ihre Szenen-Subkultur. Heute muss man sich hingegen immer öfter schämen, welches Image diese Szene jedem halbwegs verantwortungsvollen schwulen Bürger zumutet. Und ich schäme mich, dass ich mit diesem Trupp viel zu oft in einen Topf geworfen werde. Ist denn da draussen verdammt noch mal niemand mehr, der noch irgendwas mitkriegt????

von: Matthias, 25.12.2010 20:07 Uhr

@Matthias
Sehr passender Kommentar!!

Dazu passt: "Wir amüsieren uns zu Tode"

von: BerlinerBürger, 25.12.2010 19:19 Uhr

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