Siegessäule - Bündnis gegen Homophobie nimmt Fahrt auf

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Bündnis gegen Homophobie nimmt Fahrt auf


Die Jahrestagung im Roten Rathaus zeigte, wie vielfältig und aktiv das Berliner Bündnis mittlerweile ist

© gf, Mitglieder des Berliner Bündnis gegen Homophobie und VertreterInnen aus der Politik sowie vom LSVD beim Jahrestreffen 2010

SIS 9.12.2010 –  Richtig voll war es am Runden Tisch im Louise-Schroeder-Saal im Roten Rathaus. Zum heutigen Jahrestreffen des  Bündnis gegen Homophobie, das der LSVD Berlin-Brandenburg 2009 gründete, fanden sich neben zahlreichen Mitgliedern auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, die Staatssekretäre Thomas Härtel (Sport) und Rainer-Maria Fritsch (Integration, Arbeit und Soziales) sowie die Leiterin der Landesantidiskriminierungsstelle Eren Ünsal ein.

Auch viele der 32 Berliner Unternehmen und Verbände, die mittlerweile beim Bündnis mitmachen, hatten hochkarätige Vertreter und Vertreterinnen geschickt. Das zeigt, dass sich das Bündnis von einer guten Idee zu einem schlagkräftigen Netzwerk gemausert hat. Damit kämpfe das Bündnis nicht nur gegen Homophobie, sondern „einen Stellvertreterkampf für alle Minderheiten" so Klaus Wowereit in seinem Grußwort.

Nicht nur Lippenbekenntnisse

Beim Bündnis ganz neu dabei sind unter anderen die Wall AG, die Außenwerbeflächen vermarktet, der Türkische Bund Berlin Brandenburg oder das Deutsche Rote Kreuz. Dass das Engagement bei vielen Bündnispartnern und -partnerinnen nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, zeigte der umfangreiche Rückblick auf das letzte Jahr.

So trat innerhalb der evangelischen Kirche ein neues Pfarrdienstrecht mit einem modernen Familienverständnis in Kraft. Die Berliner Polizei schult vermehrt Beamte und Beamtinnen zu Homophobie und kooperiert mit anderen Polizeibehörden in Europa. Der Türkische Bund produzierte zusammen mit dem LSVD eine arabisch- und türkischsprachige Broschüre zum Thema Homosexualität. Tennis Borussia war als Verein erstmals 2010 beim CSD und am Stadtfest vertreten und wirbt bei Heimspielen mit einem Banner „Fussball ohne Ausgrenzung. Für Respekt und Toleranz."

Respektpreis ausgelobt

Unternehmen wie die Deutsche Bank oder SAP sind ebenfalls beim Bündnis dabei. Sie sehen ihr Engagement als Teil ihrer Unternehmenskultur. Vielfalt, so ihre Begründung, sei für das Unternehmen letztlich gewinnbringend, eine offene Atmosphäre für alle förderlich. Das meine, dass auch lesbische, schwule und trans* Beschäftigte sich nicht verstecken müssten. 

Neben den vielfältigen Aktivitäten in ihrem jeweiligen Bereich unterstützen einige Mitglieder das Bündnis auch finanziell. Am Ende des Jahrestreffens wird außerdem erstmals der vom Bündnis kreierte Respektpreis an ein Jugendprojekt oder eine Schule verliehen. Der oder die Preisempfängerin standen am Ende des öffentlichen Teils der Veranstaltung heute Mittag noch nicht fest. 

Gudrun Fertig

update 13.12.: Den Preis gewann schließlich die Hedwig-Dohm-Schule in Mitte für vorbildliche Aufklärungsarbeit zum Thema Homosexualität.

buendnis-gegen-homophobie.de

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Kommentare


Oh, wenn ich schon diese Nörgler, Jammerer und Schwarzseher wie rotkäppi höre... typisch deutsch. hierzulande werden millionen lockergemacht, während in anderen ländern haft, folter, tod auf dem Programm stehen.
Aber das Prinzesschin Rotkäppchen ist wohl noch nicht zufrieden. Wahrscheinlich müsste ihr erst das Zepter gereicht werden.

von: reinhart, 15.12.2010 08:09 Uhr

Super. Ich meine, das Bündnis gegen Homophobie ist eine super Sache. Lauter wichtige Organisationen, die ihren Beitrag leisten. Mit diesem Bündnis kann man die heterosexuelle Mehrheitsgesellschaft für die Interesse von Lesben und Schwulen gewinnen. Bisher setzen sich doch nur die Homos selbst dafür ein. Weiter so mit dem Bündnis gegen Homophobie!

von: Kai Müller, 10.12.2010 20:03 Uhr

Na toll, jetzt haben wir ein neues Grüppchen was sich wieder selber feiern kann und wo wieder andere Grüppchen ihren Beitrag zu leisten können um ihr Dasein zu rechtfertigen . Für mich sind das Gruppen zum reinen Selbstzweck denn irgendwo müssen ja die Spenden, der neuerlichen so homo Freundlichen , hin fliessen .
Eigentlich fände ich es wichtiger das vom Staat keine Homophobie ausgeht aber dafür scheinen die ja nicht Zuständig zu sein denn solch eine totenstille nach den Razzien in den Schwulen Bars von Schöneberg seitens der Politik und den vermeintlich Vertretern der schwulen Szene, lässt keinen anderen Schluss zu.........

von: rotkäppchin, 10.12.2010 14:57 Uhr

Was für eine schöne Welt,
Preise, Schnittchen und paar schöne Photo´s.
Achso, nächstes Jahr sind ja Wahlen, da muß man ja mal was machen.....

von: BerlinerBürger, 10.12.2010 09:29 Uhr

Ich war in 2009 2 Wochen in Knast weil ich den Hintern eines 83-jahrigen Mannes geleckt hatte; aus den verhoren zeigt sich heraus, das er es so gerne hatte. Bis jetzt hore ich noch immer nichts von den Behorden. Sie sehen auch in Holland gibt es noch viel zu tun. Ich bin 66 Jahre (und noch zu haben!

von: huub van roij amsterdam, 10.12.2010 00:34 Uhr

Toll!
Jetzt sollte noch das Ordnungsamt S´Berg diesem Bündins beitreten (Stichwort: Razzien im S´Berger Kiez). Für mich hört sich das leider wieder nach Schattenboxen für die Öffentlichkeit an, ohne dass sich im täglichen Umgang miteinander etwas ändert. Denn mit dem geforderten "Respekt und Toleranz" haben weibliche Ordnungskräfte in Darkrooms nichts zu tun!

von: Torsten, 09.12.2010 19:38 Uhr

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