Siegessäule - „Liebe verdient Respekt" – Cat findet die Kampagne super!

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„Liebe verdient Respekt" – Cat findet die Kampagne super!


Im Interview erzählt sie warum sie gerne für das Plakat modelte

© Christina Durstewitz Cat kann in Berlin offen lesbisch leben

SIS 20.4. Cat kam als Sechsjährige gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland, sie flohen vor der Ceauşescu-Diktatur in Rumänien. Gegenüber ihren rumänischen Landsleute fühlt sie sich priviligiert, denn in Berlin kann sie offen lesbisch leben, ohne diskriminiert zu werden.

Du bist schon als Kind mit deinen Eltern nach Deutschland gekommen. Warum?

Wir sind deutschstämmig. Meine Eltern wollten nicht in einer Diktatur leben und sind deshalb nach Deutschland gegangen.

Wie kam es dazu, dass du Model für die Kampagne wurdest?

Der LSVD hatte über die Internet-Platform für Lesben www.lesarion.de einen Aufruf gestartet, und da hab ich mich gemeldet. Ich finde die Kampagne super, gerade weil ich weiß, dass es in vielen anderen Kulturen homophobe Tendenzen gibt. Meine Ex-Freundin ist zum Beispiel auch Rumänin. Sie hat ist bis heute nicht out, weder bei ihren Eltern, noch nicht mal bei ihrer Schwester. Sie würde wahrscheinlich verstoßen werden.

Wie sehen es deine Eltern?

Die sind zum Glück sehr offen. Sie unterstützen mich in allem, was ich tue, haben sich total gefreut, dass ich bei der Aktion mitmache und wollten sofort die Plakate sehen. Gerade vor diesem Hintergrund finde ich es wichtig, mich für Schwule und Lesben stark zu machen. Jeder sollte so leben können, wie er will.

Hattest du irgendwelche Bedenken, Model für diese Plakataktion zu sein?

Ja, schon. Ich bin gerade in einen sogenannten Problem-Kiez gezogen. Dort passiert schon relativ viel, und ich frage mich, wie die Leute reagieren, wenn sie mich tatsächlich erkennen sollten. Gerade nachts, wenn ich vom Feiern komme oder so. Gerade bei diesen Bedenken wurde ich aber gut betreut und beraten vom LSVD. Ansonsten habe ich noch nie damit Probleme gehabt, dass ich lesbisch bin, wurde nie schief angeguckt oder diskriminiert. Ich glaube auch nicht, dass sich das ändern wird.

Fühlst du dich jetzt als Botschafterin oder Ansprechpartnerin für Schwule und Lesben?

Auf jeden Fall. Wenn man sein Gesicht für so eine Aktion zeigt und sich stark macht, sollte man auch Lust darauf haben, Ansprechpartner zu sein.

Interview: Christina Durstewitz


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