Siegessäule - "Liebe verdient Respekt" – Was will die LSVD Kampagne?

Berlin

"Liebe verdient Respekt" – Was will die LSVD Kampagne?


Zu sehen sind die Plakat in ganz Berlin , einige Bezirke wie Neukölln oder Moabit sind Schwerpunkte!

Zwei küssende Frauen am Bahnhof Hermannplatz: ein Motiv der Plakatserie

SIS 16.3. Sichtbarkeit ist das zentrale Anliegen der Kampagne: Auf über 150 Plakatflächen werden großformatig schwule, lesbische und auch heterosexuelle Paare gezeigt, die sich küssen. Bis Jahresende sollen 250 weitere Flächen mit diesen Motiven plakatiert werden. Außerdem gehen Plakate an knapp 500 Schulen, die damit in ihrem öffentlichen Raum für Akzeptanz und Respekt gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt werben sollen, sowie an Jugendzentren und Behörden.

Schwerpunkte der Kampagne sind soziale Brennpunkte wie Neukölln und Moabit. Die Plakate richten sich durch die arabische und türkische Übersetzung des Mottos ausdrücklich auch an Berliner und Berlinerinnen mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund.

Den Anstoß zu der Kampagne gab laut LSVD die „besonders unter Jugendlichen weit verbreitete Homophobie. In jüngster Zeit häuften sich Übergriffe auf Schwule und Lesben.“ Die mutwilligen, sehr wahrscheinlich homophob motivierten Beschädigungen des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen sind laut LSVD ein weiterer Grund für die Kampagne. Finanziert wird sie durch das Programm „Soziale Stadt“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Koschwitz Plakat GmbH hat einen Großteil der Werbeflächen gesponsert.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit wird die Kampagne am 17. März 2009 um 14 Uhr 30 an der Hedwig-Dohm-Oberschule in der Kaiserin-Augusta-Allee 28 vorstellen. Die Veranstaltung ist öffentlich.

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