Siegessäule - Mehr Lebensqualität für alle in Berlin!

Berlin

Mehr Lebensqualität für alle in Berlin!


Neue Plakataktion stärkt Schwulen und Lesben am Arbeitsplatz den Rücken: „Berlin steht hinter dir!“

Katrin Wolf (LSVD), Senatorin Carola Blum (Die Linke), Frauke Müller (Wall-AG), Jörg Steinert (LSVD), v.l.n.r.

siegessaeule.de 11.3.2011 – Für mehr Toleranz am Arbeitsplatz wirbt eine vom Berliner Bündnis gegen Homophobie initiierte Anzeigenkampagne, die am 8. März am Potsdamer Platz im Beisein von Arbeitssenatorin Carola Bluhm (Die Linke) gestartet wurde. Anlass dazu geben Zahlen, wonach mehr als die Hälfte aller lesbischen bzw. schwulen Arbeitnehmer ihre Homosexualität im Job verstecken, wie Jörg Steinert vom LSVD Berlin-Brandenburg, der die Kampagne koordiniert, erklärte. Auf 1.000 Plakaten soll in den kommenden 14 Tagen ein klares Zeichen gegen Diskrimierung und Ausgrenzung am Arbeitsplatz gesetzt werden. Die plakatierten Motive zeigen eine lesbische Laborarbeiterin und einen schwulen Mechaniker, jeweils versehen mit dem Slogan „Berlin steht hinter mir“.

Zum Kampagnenstart erklärte die Senatorin für Arbeit, Soziales und Integration Carola Bluhm: „Berlin hat bereits große Fortschritte dabei erzielt, ein Klima von Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen zu schaffen." Dennoch seien Diskriminierungen von Lesben und Schwulen in verschiedenen Lebensbereichen noch immer ein Problem und „eine Herausforderung für uns alle“. 

Senatorin Bluhm: „Die ganze Unterschiedlichkeit dieser Stadt“

Gesponsert wird die Aktion von der Wall-AG, die seit 2010 Mitglied im Berliner Bündnis gegen Homophobie ist, an dem sich inzwischen über 30 Firmen, Institutionen, Vereine und Verbände aus Gesellschaft, Sport und Wirtschaft engagieren. Frauke Müller, Sprecherin der Wall-AG, wies gegenüber siegessäule.de darauf hin, dass man beim Thema Out am Arbeitsplatz „noch nicht überall in der Normalität angekommen“ sei. „Grundsätzlich sollte jedes Unternehmen daran interessiert sein, etwas gegen Diskriminierung zu tun".

Senatorin Bluhm erklärte gegenüber siegessaeule.de, dass sie „unheimlich froh“ über dieses Bündnis sei, da deren Mitglieder „die ganze Unterschiedlichkeit dieser Stadt“ symbolisierten. Dieses „selbstverständliche Eindringen in unsere Gesellschaft“ sei ein Riesenfortschritt, so Bluhm, „gerade auch für die Lebensqualität aller“ und ein Indiz dafür, „wie wir untereinander mit Verschiedenartigkeit umgehen – und auch mit Vorurteilen“.

Nach der Kampagne „Berlin liebt“ (siegessaeule.de berichtete) ist mit der Plakataktion vom Bündnis gegen Homophobie bereits die zweite Berlinkampagne gestartet, die für Toleranz und Akzeptanz sowie für sexuelle Vielfalt wirbt.

Sirko Salka