Berlin
Nina Queer bleibt – wenns nicht zu laut wird!
Die Bar zum schmutzigen Hobby in der Rykestraße braucht keine neue Lizenz, der Streit scheint beigelegt
SIS 4.8.2010 – Der Streit um die angebliche Gefährdung der öffentlichen Ordnung durch das wöchentliche Glamourquizz in Nina Queers „Bar zum schmutzigen Hobby“ scheint so gut wie beigelegt. „Wir müssen noch eine letzte Lärmmessung abwarten, dann haben wir es geschafft“, so Nina Queer gegenüber siegessaeule.de. Im Juni hatte das Bezirksamt Pankow auf Beschwerden von Anwohnern hin mit der Schließung der Bar gedroht, falls die Veranstaltungsreihe nicht eingestellt werde.
Da das Glamourquizz über den Rahmen einer normalen Bar hinausgehe und sie zu einem Theaterbetrieb mache, so das Bezirksamt, sei für eine Fortführung eine erweiterte Schankkonzession erforderlich. Die dafür notwendigen Umbauarbeiten hätten jedoch das finanzielle Aus und damit das Ende der ebenso beliebten wie umstrittenen Bar bedeutet.
Zu schmutzig, zu laut, zu viel Theater – die Vorwürfe waren vielfältig, auch auf siegessaeule.de wurde äußerst kontrovers diskutiert. Bei einer Begehung stellten nun Umwelt- und Bauamt fest, dass das Glamourquizz die Gaststätte keinesfalls in den Rang eines Theaters hebe und somit auch die entsprechenden Umbauarbeiten unnötig wären. „Wegen 2 Stunden Glamourquizz, das wäre ja auch etwas übertrieben“, so Nina. Die Wirtin versucht dem Amt und den Anwohnern, die sich durch Gäste auf der Straßenterrasse vor der Bar gestört fühlen, indessen entgegen zu kommen: Beim Quizz patrouilliert nun „Silent Girl“ Maggie Knorr vor der Bar.
Die Gewinnerin des Siegessäule Drag-Contest 2009 schiebt jedem Gast vor der Bar einen Bonbon in den Mund und dimmt so auf natürlichem Wege den Geräuschpegel. So dürfte auch die Lärmmessung, die Beamten des Bezirksamtes demnächst in geheimer Mission durchführen wollen, kein Problem mehr sein. „Und außerdem ist der Sommer eh bald vorbei“, die Terrasse wird sich leeren, „und dann hat sich das Thema“, so die Wirtin.
Auch Bezirksbürgermeister Matthias Köhne hatte gegenüber siegessaeule.de ja schon eine positive Lösung in Aussicht gestellt.
Die sommerliche Posse zwischen schriller Wirtin, ruhebedürftigen Szenestadtteilbewohnern und dem Amtschimmel scheint zu einem guten Ende zu kommen.
Christian Mentz
Kommentare
Über das für und wieder von Bestimmungen und Vorschriften sowie deren Sinn kann man mindestens ebenso unterschiedlicher Meinung sein, wie über das Maß von Ruhestörung, die der Laden insgesamt erzeugt.
Das die Bar eigentlich nur existiert, weil es den Mittwoch-Abend gibt (3/4tel des Umsatzes macht die Bar am Mittwoch, so die Queer), bedeutet doch eigentlich primär, daß es ohne die Anwesenheit von der Queer und dem Quiz im Grunde eine Bar ist, die offensichtlich niemanden interessiert. Weder eventuell nennenswert viele Gäste, noch Anwohner. Und wenn dem so ist, soll `se doch den Laden einfach schliessen und det Quizz in Räumlichkeiten machen, die dafür entsprechend gebaut und abgenommen sind...
Dann würde es diese Art von "schwuler Kultur" weiterhin geben & der Laden müsste nicht mehr als "Hobby" betrieben werden (kann ja nur Hobby sein, wenn 3/4 des Umsatzes an einem Tag der Woche gemacht wird!?).
Im übrigen: Geschäftstüchtig isse ja, die Queer. Toller Aufhänger, für ein wenig gratis Werbung, hm? Aber sollte es nicht nachdenklich machen, wenn der Laden im Grunde so gut wie immer leer ist?
von: Frank, 09.08.2010 21:03 Uhr
Giftgeifernde Frustkommentare, die man eigentlich nicht kommentieren muss, denn es gibt wesentlich mehr Leute, die Nina mögen und schätzen.
Eigentlich... Ach Bernd du alte Filzlaus, das waren noch schöne Zeiten, wa? -> "zu dieser Zeit wären Ruhestörer noch mit Gummiknüppeln von den VoPos in den Laden zurückgeprügelt worden"
von: radonella, 08.08.2010 12:27 Uhr
ich kann mich meinen vorpostern bernd und dorian nur anschließen. die siegessäule ist ein queeres magazin, das für die interessen aller beteiligten in der queer community eintreten sollte: schwule, lesben, bi, trans*, genderqueers etc.
wenn indes irgendjemand nicht queer ist, dann ist das nina queer. niemand erwartet, dass eine partytranse politisch korrekt auftritt, das wäre auch langweilig, aber es sollte doch noch klar erkennbar sein, was show, was überzeichnung oder satire ist, und wo diskriminierung und das verletzen von persönlichkeitsrechten beginnt. nina queer überschreitet zunehmend alle grenzen des guten geschmacks, z.b. indem sie depressiven bekannten empfiehlt, sich doch endlich umzubringen, anstatt sie mit ihrer anwesenheit zu belästigen, lesben als untermenschen ohne daseinsberechtigung bezeichnet usw..
zudem dient jemand, der so offen promiskuitivität und ungeschützten sex propagiert sowie ständig sturzbetrunken ist, nun wirklich nicht als galionsfigur des queeren partylebens; lächerlich genug, dass frau queer als testimonial der aidshilfe eingespannt wurde. was ist das denn bitte für ein vorbild?!
die siegessäule sollte so einer person nicht noch ein permanentes forum bieten oder zumindest auch einmal kritische artikel liefern.
von: christiane, 07.08.2010 22:37 Uhr
Zwar denke ich nicht, dass vom Hobby mehr Lärm ausgeht als von jeder anderen halbwegs gut besuchten Kneipe auch, und dass man damit rechnen muss, wenn man darüber oder daneben einzieht, aber dennoch finde ich, dass es höchste Zeit ist, das Konzept "Glamourquizz" und die fragwürdige Kunst der Nina Queer als solche zu überdenken. Seit langem besteht der "Humor" des selbsternannten "Stars" nur noch aus Fi****** und Bl*****, garniert (und hier wird es definitiv unlustig) mit lesbenfeindlichen, frauen- und menschenverachtenden Außerungen, die zum Teil mit sicherheit juristisch grenzwertig sind. Besonders unschön, dass Nina zudem ihre Bühne nutzt, um kleinliche Privatfehden auszutragen, innerhalb derer sie die (i.d.R. nicht anwesenden) Beteiligten gerne mit vollem Vor- und Zunamen nennt und sie auf übelste Art und Weise diffamiert, erniedrigt und bloßstellt. Ich schätze die Siegessäule sehr, wünsche mir aber teils auch einen kritischeren Blick hinter die Fassade der vermeintlichen Szenegrößen. Wenn Nina Queer nun schon nicht durch ihre Versäumnisse bzgl. Gaststättenrecht etc. eine Lektion erteilt wird, so hoffe ich, dass ihr wenigstens irgendwann um ihrer selbst willen die Gäste fernbleiben. Es wäre kein Verlust.
von: Dorian, 07.08.2010 21:45 Uhr
Tja, schade eigentlich, dass die „Gute“ ihren verlebten Kopf mal wieder aus der Schlinge ziehen konnte. Mit ihrem dürftigen und monopolistischen Unterhaltungsprogramm trägt sie nun wirklich nicht zur Bereicherung des queeren Lebens in Berlin bei. Alles ist immer die gleiche Schiene seit Jahren!! Plattester und zusammengeklauter Humor, der stets und ständig nur um ein Thema kreist. Wobei sie gar nicht merkt wie lächerlich Sie sich inzwischen macht mit Geschichten über sexuelle Eskapaden, die ihr sowieso keiner mehr abkauft. Wann kommt endlich eine talentiertere und mindestens ebenso geschäftstüchtige Transe, die sie ablöst. ES IST SOWAS VON AN DER ZEIT!!
Unsäglich war die Instrumentalisierung des Homophobie-Themas! Wer die Rykestraße an besagten Abenden kennt, kann sich vorstellen, wie sehr die Bewohner teilweise unter den Ruhestörungen leiden müssen. Das kann und muss niemand in dieser ansonsten recht ruhigen Straße erdulden. Dort war es vor 10 Jahren ruhig und vor 20 Jahren erst recht (zu dieser Zeit wären Ruhestörer noch mit Gummiknüppeln von den VoPos in den Laden zurückgeprügelt worden). Soviel zum Thema die Dinge entwickeln sich immer ungünstiger für Barbetreiber.
Aber wie gesagt, für diese Instrumentalisierung gehört die alte Nina Queer tatsächlich mal öffentlich an den Pranger gestellt. Solch ein Verhalten, kann am Ende sogar homophobe Tendenzen hervorrufen! Und dies tut diese nur an ihre wirtschaftlichen Interessen denkende Transe ohne das ein Aufschrei durch die Szene geht. Das verstehe wer will. Nun denn: Es lebe das Berliner Nachtleben! Und es überlebe die Zeiten der NQ!
von: bernd, 07.08.2010 19:41 Uhr
Ich find Nina sowieso doof
von: tom, 05.08.2010 09:22 Uhr
Unterschriftenlisten wurden noch nicht mal abgeholt :-(
von: georg, 04.08.2010 23:32 Uhr
Na ob das mit dem Bonbon klappt, damit die Prenzelberger Bionade Trinker mal Ruhe geben. Ich bin gespannt.
von: Marc, 04.08.2010 18:28 Uhr
Über das für und wieder von Bestimmungen und Vorschriften sowie deren Sinn kann man mindestens ebenso unterschiedlicher Meinung sein, wie über das Maß von Ruhestörung, die der Laden insgesamt erzeugt.
Das die Bar eigentlich nur existiert, weil es den Mittwoch-Abend gibt (3/4tel des Umsatzes macht die Bar am Mittwoch, so die Queer), bedeutet doch eigentlich primär, daß es ohne die Anwesenheit von der Queer und dem Quiz im Grunde eine Bar ist, die offensichtlich niemanden interessiert. Weder eventuell nennenswert viele Gäste, noch Anwohner. Und wenn dem so ist, soll `se doch den Laden einfach schliessen und det Quizz in Räumlichkeiten machen, die dafür entsprechend gebaut und abgenommen sind...
Dann würde es diese Art von "schwuler Kultur" weiterhin geben & der Laden müsste nicht mehr als "Hobby" betrieben werden (kann ja nur Hobby sein, wenn 3/4 des Umsatzes an einem Tag der Woche gemacht wird!?).
Im übrigen: Geschäftstüchtig isse ja, die Queer. Toller Aufhänger, für ein wenig gratis Werbung, hm? Aber sollte es nicht nachdenklich machen, wenn der Laden im Grunde so gut wie immer leer ist?
von: Frank, 09.08.2010 21:03 Uhr
Giftgeifernde Frustkommentare, die man eigentlich nicht kommentieren muss, denn es gibt wesentlich mehr Leute, die Nina mögen und schätzen.
Eigentlich... Ach Bernd du alte Filzlaus, das waren noch schöne Zeiten, wa? -> "zu dieser Zeit wären Ruhestörer noch mit Gummiknüppeln von den VoPos in den Laden zurückgeprügelt worden"
von: radonella, 08.08.2010 12:27 Uhr
ich kann mich meinen vorpostern bernd und dorian nur anschließen. die siegessäule ist ein queeres magazin, das für die interessen aller beteiligten in der queer community eintreten sollte: schwule, lesben, bi, trans*, genderqueers etc.
wenn indes irgendjemand nicht queer ist, dann ist das nina queer. niemand erwartet, dass eine partytranse politisch korrekt auftritt, das wäre auch langweilig, aber es sollte doch noch klar erkennbar sein, was show, was überzeichnung oder satire ist, und wo diskriminierung und das verletzen von persönlichkeitsrechten beginnt. nina queer überschreitet zunehmend alle grenzen des guten geschmacks, z.b. indem sie depressiven bekannten empfiehlt, sich doch endlich umzubringen, anstatt sie mit ihrer anwesenheit zu belästigen, lesben als untermenschen ohne daseinsberechtigung bezeichnet usw..
zudem dient jemand, der so offen promiskuitivität und ungeschützten sex propagiert sowie ständig sturzbetrunken ist, nun wirklich nicht als galionsfigur des queeren partylebens; lächerlich genug, dass frau queer als testimonial der aidshilfe eingespannt wurde. was ist das denn bitte für ein vorbild?!
die siegessäule sollte so einer person nicht noch ein permanentes forum bieten oder zumindest auch einmal kritische artikel liefern.
von: christiane, 07.08.2010 22:37 Uhr
Zwar denke ich nicht, dass vom Hobby mehr Lärm ausgeht als von jeder anderen halbwegs gut besuchten Kneipe auch, und dass man damit rechnen muss, wenn man darüber oder daneben einzieht, aber dennoch finde ich, dass es höchste Zeit ist, das Konzept "Glamourquizz" und die fragwürdige Kunst der Nina Queer als solche zu überdenken. Seit langem besteht der "Humor" des selbsternannten "Stars" nur noch aus Fi****** und Bl*****, garniert (und hier wird es definitiv unlustig) mit lesbenfeindlichen, frauen- und menschenverachtenden Außerungen, die zum Teil mit sicherheit juristisch grenzwertig sind. Besonders unschön, dass Nina zudem ihre Bühne nutzt, um kleinliche Privatfehden auszutragen, innerhalb derer sie die (i.d.R. nicht anwesenden) Beteiligten gerne mit vollem Vor- und Zunamen nennt und sie auf übelste Art und Weise diffamiert, erniedrigt und bloßstellt. Ich schätze die Siegessäule sehr, wünsche mir aber teils auch einen kritischeren Blick hinter die Fassade der vermeintlichen Szenegrößen. Wenn Nina Queer nun schon nicht durch ihre Versäumnisse bzgl. Gaststättenrecht etc. eine Lektion erteilt wird, so hoffe ich, dass ihr wenigstens irgendwann um ihrer selbst willen die Gäste fernbleiben. Es wäre kein Verlust.
von: Dorian, 07.08.2010 21:45 Uhr
Tja, schade eigentlich, dass die „Gute“ ihren verlebten Kopf mal wieder aus der Schlinge ziehen konnte. Mit ihrem dürftigen und monopolistischen Unterhaltungsprogramm trägt sie nun wirklich nicht zur Bereicherung des queeren Lebens in Berlin bei. Alles ist immer die gleiche Schiene seit Jahren!! Plattester und zusammengeklauter Humor, der stets und ständig nur um ein Thema kreist. Wobei sie gar nicht merkt wie lächerlich Sie sich inzwischen macht mit Geschichten über sexuelle Eskapaden, die ihr sowieso keiner mehr abkauft. Wann kommt endlich eine talentiertere und mindestens ebenso geschäftstüchtige Transe, die sie ablöst. ES IST SOWAS VON AN DER ZEIT!!
Unsäglich war die Instrumentalisierung des Homophobie-Themas! Wer die Rykestraße an besagten Abenden kennt, kann sich vorstellen, wie sehr die Bewohner teilweise unter den Ruhestörungen leiden müssen. Das kann und muss niemand in dieser ansonsten recht ruhigen Straße erdulden. Dort war es vor 10 Jahren ruhig und vor 20 Jahren erst recht (zu dieser Zeit wären Ruhestörer noch mit Gummiknüppeln von den VoPos in den Laden zurückgeprügelt worden). Soviel zum Thema die Dinge entwickeln sich immer ungünstiger für Barbetreiber.
Aber wie gesagt, für diese Instrumentalisierung gehört die alte Nina Queer tatsächlich mal öffentlich an den Pranger gestellt. Solch ein Verhalten, kann am Ende sogar homophobe Tendenzen hervorrufen! Und dies tut diese nur an ihre wirtschaftlichen Interessen denkende Transe ohne das ein Aufschrei durch die Szene geht. Das verstehe wer will. Nun denn: Es lebe das Berliner Nachtleben! Und es überlebe die Zeiten der NQ!
von: bernd, 07.08.2010 19:41 Uhr
Ich find Nina sowieso doof
von: tom, 05.08.2010 09:22 Uhr
Unterschriftenlisten wurden noch nicht mal abgeholt :-(
von: georg, 04.08.2010 23:32 Uhr
Na ob das mit dem Bonbon klappt, damit die Prenzelberger Bionade Trinker mal Ruhe geben. Ich bin gespannt.
von: Marc, 04.08.2010 18:28 Uhr
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@radonella: Wie kommst Du dazu mich Filzlaus zu nennen? Das geht mir zu weit! Immer schön sachlich Frollein! ;) Ja - das waren Zeiten radonella, aber keine Schönen! Das wollte ich damit auch nicht sagen. Ich wollte damit lediglich deutlich machen, dass die Zeiten für Barbetreiber, noch dazu SCHWULE Barbetreiber nie so gut waren wie eben jetzt. Und wer heutzutage nicht in der Lage ist, mit den zuständigen Ämtern und Behörden sachlich und diplomatisch umzugehen, der sollte generell keine Erlaubnis für irgendetwas bekommen, denn dann ist er ohnehin ganz schön unfähig. – Ach ja, und wer sind die Leute, die Nina so schätzen und mögen? Ein kleiner, sagen wir mal unreifer Mob, der sich von Nina – ach-so-unterhaltsam - beschimpfen und beleidigen lässt. Noch dazu, muss kein Bühnenmensch so um Applaus betteln wie Nina Queer. Ich habe das schon mal erlebt, es war echt peinlich und Nina schien mir nicht von dieser Welt. Ich habe da so meinen Verdacht…
@frank: Wie das mit der Geschäftstüchtigkeit, leeren Barabenden, an die Wand gefahrenen Clubs, vergessenen Parties sowie nicht vorhandenem Geld für einen popeligen Umbau zusammenpasst, ist mir allerdings auch ein Rätsel!?!?! (--> @dorian: wie sagst Du so schön: "selbsternannter Star" :) ) Scheint aber alles Selbstmarketing zu sein. Nun ja, kaum noch „Journalisten“, die etwas ernsthaft recherchieren… aber in ernstzunehmenden Medien taucht sie ja zum Glück eh nicht auf.
von: Bernd, 10.08.2010 16:06 Uhr