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Regenbogenzentrum für Berlin kommt


Der Kaufvertrag ist unterschrieben, jetzt geht es los

© Dafydd Dil Marcel de Groot, Karl-Heinz Albers, Detlef Mücke, alle von der Schwulenberatung Berlin

SIS 2.4.2010 – „Alle Signale stehen auf Grün“, sagt Marcel de Groot, Geschäftsführer der Schwulenberatung Berlin. Die Baugenehmigung liegt vor, der Kaufvertrag ist unterschrieben, die Finanzierung in trockenen Tüchern. Jetzt müsse nur noch das Abgeordnetenhaus zustimmen – eine Formalität, meint Marcel. Der Startschuss für das Regenbogenzentrum in der Niebuhrstraße ist damit gefallen.
Fünf Millionen soll dieses Haus der Community in Charlottenburg verschlingen, damit ist es das größte queere Projekt, das je in Berlin angegangen worden ist. Knapp die Hälfte der Mittel kommt aus den Stiftungen Deutsche Klassenlotterie und Deutsches Hilfswerk. Eine halbe Million Euro muss über Spenden und Sponsoren erwirtschaftet werden.
Gleich drei Mammutprojekte sollen unter dem Dach in der Niebuhrstraße realisiert werden. So entstehen in den oberen Etagen 24 Wohnungen. „Wir bauen kein Altersheim“, stellt Detlef klar, „sondern schaffen Raum für generationenübergreifendes Wohnen.“ Jung und alt, homo und auch hetero sollen hier diskriminierungsfrei zusammenleben. Der Bedarf an geschütztem Wohnen ist laut Marcel de Groot „in unserer Zielgruppe“ groß. Geplant ist zudem eine schwule Demenz-WG, die erste überhaupt in Europa. Daneben, das ist die zweite „Säule“ des Hauses, wird fast die komplette Schwulenberatung in die unteren Stockwerke einziehen. „Zu uns gehören rund 20 Projekte“, erklärt Karl-Heinz Albers, stellvertretender Geschäftsführer, „wir haben über 60 Angestellte, sind also ein mittelständisches Unternehmen.“
Der wohl bunteste Ort im künftigen Regenbogenzentrum wird ein Café namens „wilde oscar“ sein – für Marcel de Groot schon jetzt das „Herzstück des Hauses“. Veranstaltungen aller Art sind hier erwünscht: vom Workshop bis zur schwulen Hochzeit. Integriert werden soll hier ein Beschäftigungsprojekt für Menschen mit Beeinträchtigungen aller Art. „Da können Schwule Teilqualifikationen erwerben und sich fit machen für den ersten Arbeitsmarkt“, erklärt Marcel. Baubeginn ist im Spätsommer, Ende 2011 soll das Haus bezugsfertig sein.  
sisa


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