Siegessäule - Vorbildliche Berliner Fußballkooperation

Berlin

Vorbildliche Berliner Fußballkooperation


Der Berliner Verband will nachhaltig gegen Homophobie in den Vereinen kämpfen – und das nah an der Basis

SIS 25.1.2011 – Der Berliner Fußball-Verband (BFV) und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) wollen sich gemeinsam einer großen Herausforderung stellen: ein offeneres Klima im Fußball für Homosexuelle schaffen. Am vergangenen Wochenende haben sie eine entsprechende Kooperationsvereinigung unterzeichnet. Der BFV zeigt sich schon länger dem Thema gegenüber aufgeschlossen.  

Alle Beteiligten müssen einbezogen werden

Bei Verbandstagen auftreten, in Broschüren auftauchen, gemeinsame Diskussionsabende veranstalten, Workshops für Jugendliche im Trainingslager anbieten – die Maßnahmen sollen umfassend und langfristig angelegt sein, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen. Wichtig ist den Projektpartnern auch, wirklich alle Berliner Fußballvereine anzusprechen und nicht nur diejenigen, die sowieso schon vorbildhaft agierten, erklärte LSVD-Geschäftsführer Jörg Steinert. Außerdem wollen die Partner mit ihrem Anliegen alle Ebenen erreichen – angefangen von Vorständen über Trainer und Trainerinnen bis hin zu den Spielenden selbst.

Auch das Fanumfeld und die Eltern von jugendlichen Spielern und Spielerinnen sollen erreicht werden. Nach bisherigen Erfahrungen würden oft schon die Trainer das erste Problem darstellen. „Was hat das Thema mit uns zu tun?“, würden laut Steinert durchaus viele Betreuer abwehren. Oder: „Wir haben hier keinen.“

(nam)