Siegessäule - Canta:re, Berlins größter queerer Chor, beim Opernabend am 3.4.

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Bühne

Canta:re, Berlins größter queerer Chor, beim Opernabend am 3.4.


Im Rahmen des Musiktheaterprojekts „K.O.9 Chöre“, setzt canta:re Werke von Hanns Eisler szenisch um

© Gianmarco Bresadola

SIS im März 2009. Der größte gemischte, also lesbisch-schwule Chor Berlins, ist canta:re. Die 50 Sängerinnen und Sänger haben sich der Klassik verschrieben und stellen sich im April der Herausforderung eines experimentellen Opernabends. Beim Musiktheaterprojekt „K.O.9 Chöre“, das in Zusammenarbeit mit der Komischen Oper, der Universität der Künste und der Hochschule für Musik Hanns Eisler entwickelt wurde, setzt canta:re Werke von Hanns Eisler szenisch um.

Der Chor ist einer von dreien, die für „K.O.9 Chöre“ ausgewählt wurden. Die neuartige Erfahrung der Körperarbeit auf der Bühne hat die Chormitglieder in Bann geschlagen und schweißt sie zusammen, wie Astrid Senft vom canta:re-Vorstand sagt. Musikalisch fühlte sich der Chor in den letzten Jahren vorwiegend in der Romantik zu Hause, jetzt erkundet er Neuland. Die Stücke von Eisler reichen von Agitprop über Jazzeinflüsse bis zur gelegentlich unmelodiösen Zwölftonmusik. Doch mittlerweile summen sie von canta:re die vertrackten zwölftönigen Melodien schon bei der Arbeit.

K.O. 9 Chöre, Premiere am 3. April 2009, 19.30 Uhr,
auch am 4./5. April 2009, jeweils 19.30 Uhr, 8, ermäßigt 4 Euro, UNI.T

Theatersaal der Universität der Künste, Fasanenstraße 1b,
Karten: 030-3185-2374,
udkkasse(at)udk-berlin.de,

Doch canta:re ist nicht der einzige queere Chor Berlins: „Es singen so viele Leute. Das habe ich erst mitgekriegt, seitdem ich selbst singe“, sagt Stefanie Nord von den Cool Berry Singers, die sich aus knapp 20 Lesben, Schwulen, Transmenschen und Heteros aus dem Kreuzberger Kiez rekrutieren. Die Cool Berry Singers bringen Arrangements von „Lieblingsliedern“, erzählt Stefanie Nord. Die Palette reicht von Robert Schumann bis zu den Backstreet Boys. Mit ihrem zweijährigen Bestehen sind die Cool Berry Singers die Küken unter den queeren Chören Berlins, so wie auch der Frauenchor Donni Sò, der sich seit 2005 mediterraner Folklore verschrieben hat.

Jahrzehnte früher, 1987, wurde Männer-Minne in Berlin gegründet. Er ist einer der ältesten schwulen Chöre Deutschlands, während die Classical Lesbians der traditionsreichste Berliner Lesbenchor sind; 1996 fanden sie sich zusammen.

Mehr Sänger und Sängerinnen:
Kesse Berlinessen
Spreediven
Rosa Cavaliere
Kleine Berliner Chorversuchung
canta:re


Eckhard Weber


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