Siegessäule - Charlotte-Rampling-Portrait „The Look”, jetzt im Kino

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Charlotte-Rampling-Portrait „The Look”, jetzt im Kino


Charlotte Rampling ist als Filmikone fast berühmter für ihr Charisma als für ihre Filme. Angelina Maccarone portraitiert sie in „The Look“

siegessaeule.de 10.10.2011 – Charlotte Rampling ist berühmt für ihre umwerfende Leinwandpräsenz. Nur wenigen Schauspielerinnen ist es vergönnt, so „kamerakompatibel“ zu sein. Eines ihrer Merkmale ist Ramplings Blick mit zwei Augen, die selbst wie Objektive wirken können, die auf das Pub­likum gerichtet sind. Wer aber hätte gedacht, dass dieser geheimnisvolle Blick einen so profanen Grund wie Schlupflider hat? Das und noch viel mehr über den Star erfährt man in „The Look“ – und zwar von ihr persönlich und ohne Retusche.

Angelina Maccarones filmisches Porträt zeigt in neun Kapiteln und Begegnungen mit Freunden und Freundinnen der Schauspielerin ihre private Seite, zumindest so viel, wie die Künstlerin davon preisgeben will. Und schon das ist kostbar, egal wie viel dabei noch im Verborgenen bleiben mag, wenn sie mit den Gesprächspartnern wie Paul Auster und Peter Lindbergh über Themen wie Liebe, Alter, Begehren oder Dämonen redet. Einer ihrer Lieblingsregisseure ist François Ozon, mit dem Rampling „Swimming Pool“ und „Sous le sable“ gedreht hat.  Ausschnitte aus diesen beiden Filmen illustrieren die Kapitel „Schönheit“ und „Tod“.

„Denk nicht, rede nicht, mache!“

Rampling hat neben ihrer Filmarbeit viel mit Fotografen gearbeitet. In der Sequenz „Exposure“ mit Peter Lindbergh tauscht sie die Rollen und er wird zu ihrem Modell. Nach diesem leichtfüßigen Einstieg kann nichts mehr schiefgehen. „Stelle dich der Angst“, diese Unerschrockenheit nimmt man Rampling jederzeit ab, auch die Entschlossenheit „Denk nicht, rede nicht, mache!“. Zum Beispiel einst das Nacktposieren für Helmut Newton. Im Kapitel „Tabu“ sieht man sie in einer Fotoserie mit dem Künstler Juergen Teller, der nackt neben ihr in Brathähnchen-Pose – Beine oben, Hintern hoch – liegt. Charlotte Rampling sitzt daneben und lächelt so ungerührt wie geheimnisvoll.

Ein Bild, das trefflich ihre Coolness und ihren Sense of humour spiegelt. Natürlich fehlen bei diesem Thema nicht die Ausschnitte aus Liliana Cavanis „Der Nachtportier“, der 1974 als „Naziporno“ bezeichnet wurde und zum Filmskandal wurde. Die „Ausgeburt eines kranken Hirns“, wie damals eine Kritikerin schrieb, hat Ramplings Karriere nicht geschadet.    
fh

„The Look“ von Angelina Maccarone. Original mit Untertitel, ab 20.10. im Kino, hier zu den Filmterminen in Berlin

Mehr zur Location: Kino/Klub International

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