Siegessäule - Lesbischer Arthouse, schwuler Regisseur: „The Final Girl“

Film

Lesbischer Arthouse, schwuler Regisseur: „The Final Girl“


Sex, Exzess und Liebe: Der schwule US-Filmemacher Todd Verows versucht einen lesbischen Film zwischen Porno und Kunst, ab 12.5.

siegessaeule.de 12.5.2011 – Lesbischer Porno ist, wenn er von heterosexuellen Männern gemacht wird, meist peinlich – was aber, wenn ein schwuler Mann einen „sexuell explizit lesbischen Romantikfilm“ dreht? Im Fall des US-Filmemachers Todd Verows ist das Ergebnis „The Final Girl“ ein interessanter 90-Minüter zwischen Berlin und Paris, Bett und Straße, Schwarz-Weiß und Farbe, Erotik und Poesie. Als eine namenlose Sexarbeiterin (Wendy Delorme) ein neues Zimmer bezieht, beginnt ihr Leben sich mit dem ihrer mysteriösen Vormieterin Leena (Brenda Velez) zu verschränken. Ein Tagebuch führt in Leenas Welten, die von Sex, Exzessen, Depressionen, Sinn- und Selbstsuche dominiert sind. Durch Sex mit der Vermieterin (Judy Minx) und sonderbare Rollenspielangebote von Leenas Ex berühren sich die Frauen, die sich nie begegnet sind. Eher Arthouse als Antörner bietet „The Final Girl“ viel Kunst mit leichten Längen, wenig Worten und wenig klassischen Porno.

Kinostart: 12.5., Moviemento: 12.–18.5. weitere Termine hier