Siegessäule - „Zenne Dancer“ eröffnet die 10. Türkische Filmwoche, 19.4.

Film

„Zenne Dancer“ eröffnet die 10. Türkische Filmwoche, 19.4.


„Zenne Dancer“ steht für den thematischen Schwerpunkt des Filmfests: Mythos und Realität Istanbuls

siegessaeule.de 19.4.2012 – Mit einem echten Aufreger startet die 10. Türkische Filmwoche: Mit Preisen überhäuft und doch umstritten und schon vor der Veröffentlichung heftigst diskutiert setzt sich der Film „Zenne Dancer“ mit Homophobie und Gewalt auseinander. Inspiriert wurde das Drehbuch von der realen Geschichte von Ahmet Yildiz, der vor vier Jahren von seiner Familie getötet wurde. Zum ersten Mal wegen eines Ehrenmordes an einem homosexuellen Mann ein gerichtlicher Prozess geführt. Autor und Co-Regisseur M. Caner Alper stellt ein Protagonisten-Trio in den Mittelpunkt der Handlung: Den deutschen Fotojournalisten Daniel, den extrovertierten Bauchtänzer Can und den in einer konvervativen Familie aufgewachsenen Ahmet verbindet ein ungewöhnliche Freundschaft.

Der Film spielt in Istanbul und steht damit auch für den thematischen Schwerpunkt des Filmfests, das sich mit Mythos und Realität der Bosparus-Metropole auseinander setzten möchte, die sich durch Wirtschaftswachstum und Zuwanderung zur Megacity entwickelt. Gezeigt werden übrigens auch Reis Çeliks „Night of Silence“ und Emin Alpers „Beyond the Hill“, die beide bereits auf der Berlinale zu sehen waren.

„Zenne Dancer“ ist nicht nur zur Eröffnung der Türkischen Filmwoche zu sehen, sondern auch am Samstag (20.4.) um 17 Uhr. Nach der Vorführung am Samstag wird es ein Publikumsgespräch geben, in dem Hakan Taş, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Akteur der LGBT-Szene sowohl in Deutschland als auch in der Türkei, über die Hintergründe des Filmes sprechen wird.

10. Türkische Filmwoche, 19.–29.4., UCI Colloseum, www.tuerkischefilmwoche-berlin.de