Berlinale 2010
ELSE Laudator 2010: Vladimir Malakhov
© Andrej Glusgold
Berlin darf sich glücklich schätzen, denn mit Vladimir Malakhov hat die Hauptstadt einen Weltstar des Balletts vorzuweisen. Kritiker feiern den gebürtigen Ukrainer als „Jahrhunderttänzer“. Bereits mit vier Jahren begann der heute 41-Jährige seine Tanzausbildung an der Ballettschule seines Heimatortes. Mit zehn wechselte er an DIE Ballettschule schlechthin, nämlich zum Bolschoi-Theater in Moskau.
Direkt nach seinem Abschluss 1986 wurde er dort als jüngster Solotänzer der Compagnie engagiert. 1992 wagte er den Sprung in den Westen: Das Wiener Staatsopernballett nahm ihn als Ersten Solotänzer unter Vertrag, 1994 auch das National Ballet of Canada. 1995 debütierte Vladimir Malakhov beim American Ballet Theatre an der Metropolitan Opera in New York. Daniel Barenboim holte ihn 2002 als Ballettdirektor an die Staatsoper. Nach der Fusion der Compagnien der drei Berliner Opernhäuser wurde Vladimir Malakhov 2004 zum Intendanten des Staatsballetts Berlin, wo er bis heute choreografiert und tanzt. Er engagiert sich im Kampf gegen Aids und verbringt seine wenige Freizeit mit seinen beiden Hunden – und natürlich mit seinem Freund, den er vor fünf Jahren im Flugzeug kennenlernte.
Torsten Träger
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