Berlin
Die Paris Bar von Kreuzberg: Lena Brauns „Rosa Caleta“
Neueröffnung im Wrangelkiez, Eröffnungsfeier am 12.3.
© Iris Weirich (v.l.n.r.) Troy Lopez, Lena Braun, Kirk Henry
SIS 20.2. Zum Aperitif gibt es Rote Beete Suppe im Cocktailglas, fürs Auge Kunst von Martina Minette Dreier. Serviert wird die anregende Mischung von Lena Braun und ihren Kompagnons, Kirk Henry und Troy Lopez, bei der Vernissage der Ausstellung „Doing Gender“ im „Rosa Caleta“. So heißt das Restaurant in der Muskauer Straße im Wrangelkiez, das seit dem 20. Februar geöffnet hat – die offizielle Eröffnungsfeier ist am 12. März – und gleichzeitig Bar und Kunstraum sein will. Der Name besteht aus den beiden Vornamen der Großmütter von Kirk und Troy.
Ein Familienbetrieb? „Wir wollen das Ganze persönlich halten“, so Lena, „ich will einen Zufluchtsort für Zwischenmenschliches und kreatives Networking“. Was dem Stadtteil tatsächlich gefehlt hat, ist seine Version der „Paris Bar“ – ein kommunikativer Ort, der wie die legendäre Bar in Charlottenburg gleichzeitig dem Amüsement dient und Kreative zusammenbringt. „Das ist das Ziel“, so Lena, die als Künstlerin und Ausstellungsmacherin die Berliner Kunstwelt seit Jahren auf Trab hält. Während im Hauptraum eher nüchterne Helligkeit vorherrscht, ist die Bar im Hintergrund „cosy“, wie der New Yorker Kirk es nennt. Kirk wird schwerpunktmäßig Performances im „Rosa Caleta“ präsentieren, Lena Bilder und Fotos, und Troy bietet donnerstags, neben dem täglichen Restaurant-Betrieb, Food-Events.
Nicht zu verwechseln mit Erlebnis-Gastronomie. „Wir sind kein Zirkus“, sagt Lena, „es werden Performance-Interventionen“. Kulinarische Grundlinie ist eine saisonale Küche mit jamaikanischer Note. „Die jamaikanische Art zu kochen ist sehr vielfältig, geprägt durch indische, chinesische und spanische Einflüsse“, erklärt Troy, der gebürtige Jamaikaner. Auch, aber nicht nur vegetarisch – damit wird eine Tradition des „Abendmahl“ fortgeführt, das hier früher residierte. „Wir bieten hochwertiges Essen, viel Bio aus der nahen Umgebung“. Als künstlerisches Element ist noch bis 01. April die Serie „Doing Gender“ der Malerin Martina Minette Dreier zu sehen. Die Gemälde sind als queere Kunst auch ein Statement des „Rosa Caleta“.
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Homepage Rosa Caleta
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