Siegessäule-Filmkritiken
Sex, Drogen und Liebe: „Keep the lights on”, ab 10.2.
Thure Lindhardt glänzt im Beziehungsdrama „Keep the lights on”
© Jean Christophe Husson Keep the lights on
siegessaeule.de 9.2. – Im New York der 90er Jahre lernt der Dokumentarfilmer Erik (Thure Lindhardt) den Anwalt Paul (Zachary Booth) kennen. Was als Sexdate beginnt, zieht bald größere Kreise in beider Biografien, sie werden für zehn Jahre ein Paar, allerdings mit Unterbrechungen. Denn ganz reibungslos verläuft die Gemeinsamkeit nicht. Schließlich ist Paul noch mit seiner Freundin zusammen, als er sich in Erik verliebt. Dynamik bringt zusätzlich ins Spiel, dass der Jurist Paul sich nicht vorstellen kann, dass jemand wie Erik jahrelang an einem Film arbeiten kann. „Manche von uns gehen arbeiten!“, betont Paul gerne.
Ein Film über Sex, Freundschaft, Hingabe, Abhängigkeit
Aufgrund seiner ausgeprägten Leidenschaft für Drogen aller Art beginnt bald ein Höllenritt für die beiden Lover. So geht es um Selbstzerstörung einerseits und Selbsterhaltung andererseits. Es ist ein Film über Sex, Freundschaft, Hingabe, Abhängigkeit, Suchtstrukturen – und immer wieder Liebe. Aber auch darüber, sich selbst treu zu bleiben und zu gehen, wenn es sein muss.
„Ich hoffe, dass die Leute das Gefühl haben, eine lange tiefe, komplexe, problematische, reiche, leidenschaftliche Beziehung mitdurchlebt zu haben“, wünschte sich der Regisseur Ira Sachs für seinen autobiografisch geprägten Film. Und das gelingt vor allem dank Thure Lindhardts exzellenter, facettenreicher Darstellung.
Ein filmisches Extra: Erik gewinnt einen Teddy Award für seinen fiktiven Dokumentarfilm, in dem es einen Cameo-Auftritt der stilbildenden Camp-Ikone James Bidgood („Pink Narcissus“) gibt!
Frank Hermann
Keep the lights on, Regie: Ira Sachs, USA 2012
CinemaxX7, 10.2., 13.30 Uhr
CinemaxX7, 15.2., 19 Uhr
CineStar3, 16.2., 22.45 Uhr
CineStar3, 18.2., 17.45 Uhr
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