Film
„Das Fischkind": starkes Drama, ab 7.1. im Kino
Eine lesbische Liebe über soziale Grenzen in Argentinien hinweg, löst ein Drama aus
SIS – Die argentinische Regisseurin Lucía Puenzo machte sich 2007 mit ihrem preisgekrönten Debütfilm „XXY“ über einen intersexuellen Menschen weltweit einen Namen; ihr zweiter Streifen „Das Fischkind" ist die Verfilmung ihres eigenen gleichnamigen Romans, eine Art „Thelma und Louise“ in Südamerika.
Und siehe da: Puenzo kann beides, sie ist eine hervorragende Autorin und Regisseurin. Die szenische Erzählart und die bildhafte Sprache machen „Das Fischkind“ zu einer perfekten Filmvorlage. Vielschichtig und voller Rohheit und Magie entrollt Puenzo die surrealistisch angehauchte Geschichte von Lala, der verwöhnten Tochter aus der argentinischen Oberschicht, die das paraguayische Dienstmädchen Lin über alle sozialen Grenzen hinweg liebt. Als Lala herausfindet, dass ihr feiner Vater Lin regelmäßig vergewaltigt, kommt es zum Showdown.
Puenzos actionreiches Roadmovie hält sich nicht mit Romantik auf, sondern steckt den Finger in viele offene Wunden ihres Landes: Es geht um Hierarchien und Schichtgefälle, Korruption, (sexuelle) Gewalt und Gegengewalt. Und um eine erste große Liebe..
Das Fischkind, Regie: Lucia Puenzo, ab 7.1. im Kino
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