Film
„Ricky“: zu viel Wunder im Fantasy-Drama
SIS im Mai 2009 – Die Fabrikarbeiterin Katie ist alleinerziehende Mutter von zwei Kinden und mit den Nerven am Ende. So beginnt „Ricky“, der neue Film des ohne Zweifel vielseitigen Regiewunders François Ozon nach einer Kurzgeschichte von Rose Tremain. Die Rückblende zeigt, wie Katie ihren spanischen Arbeitskollegen näher kennen lernt.
Nach dem ersten Instant-Sex kommt die Liebe ins Spiel und Katie wird schwanger. Die Liebe geht, das Kind bleibt da. Aber es ist alles andere als ein gewöhnliches Baby: Er kann fliegen. Bald ist der geflügelte Klein-Ricky ein Fall für die Medien. Doch ehe die ungeschickte Mutter das Phänomen zu Geld machen kann, lässt sie es versehentlich davon fliegen. Die Trauer ist groß, die Sehnsucht noch viel mehr. Doch da erscheint das himmlische Kind ein letztes Mal und Katie erkennt, was wirklich zählt in ihrem Leben und sie erklärt ihrem Mann und ihrer Tochter ihre Liebe. Menschen lernen nur durch Schock und Wunder gibt es immer wieder, aber Ozon hat mit diesem Genre-Mix aus Sozialdrama und Fantasy nur ein kleines solches vollbracht.
Ricky, Regie: François Ozon, F/I 2009, 90 Min., ab 14.5. im Kino
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