Siegessäule - Bio-Pic: "Bonjour Sagan", aktuell im Kino

Film

Bio-Pic: "Bonjour Sagan", aktuell im Kino


Das rasante Leben der Schriftstellerin Françoise Sagan in einem ergreifenden Leinwandepos

SIS im Dezember 2008. Ihren ersten Roman schrieb sie als Achtzehnjährige in den Sommerferien. „Bonjour Tristesse“ machte Françoise Sagan über Nacht weltberühmt und sehr reich. Sagan kauft sich schnelle Autos, lebt ein exzessives Leben, verspielt und verschleudert ihr Geld in Windeseile.

Auf einem Anwesen auf dem Land lebt sie mit ihren engsten Freunden und Vertrauten. Unter anderem auch mit ihrem schwulen zweiten Ehemann Robert Westhoff und dessen Geliebtem. Jahrelang begleitete sie auch die Modeschöpferin Peggy Roche, mit der sie Bett und Leben innig teilte – mehr verrät der Film ebenso wenig wie Sagan selbst und ihre Biographen. Sagan kämpfte um ein freies Leben: Sie ignorierte gesellschaftliche Konventionen, engagierte sich als Feministin, fand jedoch: „Mein Bauch gehört nicht mir, sondern dem Mann, den ich liebe.“ Sie verstand sich als Kommunistin, obwohl sie Fidel Castros Revolution kritisierte.

Die französische Regisseurin Diane Kurys verfilmte nun das Leben, dieser widersprüchlichen, imposanten, schüchternen und interessanten Frau mit einer grandiosen Sylvie Testud als Françoise Sagan. Kurys schildert die Biographie der Ausnahme-Schriftstellerin auf intime und unverschnörkelte Weise: Sagans Exzesse, ebenso wie ihre Erfolge, ihre Ängste und ihre Lebenslust wirken ergreifend ohne in klebrigem Pathos zu versinken.

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 „Bonjour Sagan“, Regie: Diane Kurys, 117 Min., F 2008, Kinostart: 1. Januar