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Sollte mein Coach schwul bzw. lesbisch sein?
Braucht man als Schwuler oder als Lesbe einen schwulen / lesbischen Coach? Die Antwort: Ja und nein.
© Rainer Sturm/pixelio.de Manchmal ist es egal, ob ein schwuler, lesbischer oder heterosexueller Coach hilft
siegessaeule.de 11.10. – User Tim fragte via Open Siegessäule, ob es sinnvoll sei, als Schwuler einen schwulen Coach zu wählen. Hier unser Ergebnis:
Meine Brötchen hol ich nur bei der lesbischen Bäckerin oder dem schwulen Bäcker? So weit muss Solidarität wohl nicht gehen. In welchen Fällen aber macht sie Sinn? Wir fragen nach Rat beim Kreuzberger Coach Thomas Achim Werner. In seine Praxis in der Bergmannstraße kommen die Klienten meist wegen beruflicher Probleme. Und nur selten spielt dann dabei die sexuelle Orientierung eine wichtige Rolle. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass sich bei Schwulen und Lesben – genau übrigens wie bei kinderlosen Heteros – der Rahmen im Coaching-Prozess schnell ausweitet. Dann tauchen auch Fragen nach dem generellen Sinn des Lebens auf. Auch die persönlichen Beziehungen werden zum Thema. Und das Sexualleben. „Da kann man sich einem recht tabuarmen schwulen Coach leichter öffnen,“ sagt Thomas Werner. „Denn welcher Hetero versteht schon wirklich das schwule Sexleben?“
Mobbing spielt in Werners Coachingpraxis bisher keine Rolle. Das kann auch daran liegen, dass er meist Selbstständige berät: „Angestellte gehen bei solchen Problemen wohl eher zu einer kassenfinanzierten Psychotherapie. Schließlich muss man sich ein Coaching auch leisten wollen.“ Eine Stunde bei Werner kostet mindestens 120 Euro. Eine Frage, die bei Selbstständigen oder Freiberuflern allerdings sehr wohl auftauchen kann, ist die nach einem Coming Out auf beruflicher Ebene. „Dabei sollte man sich gut überlegen, wie weit man sich privat auf einen Geschäftspartner oder Arbeitskollegen einlassen möchte. Auf der anderen Seite steht das Bedürfnis, sich auch im Berufsalltag mit allen Persönlichkeitsanteilen wohl zu fühlen – auch mit den ‚schwulen’.“
Ein Argument, das übrigens auch bei der Auswahl des Coaches eine Rolle spielen dürfte.
Ein Coach sollte verschiedene Methoden beherrschen
Die Berufsbezeichnung Coach ist nicht geschützt. Es gibt unterschiedliche Ausbildungen und Standards. Nach welchen Kriterien sollte man also seinen Berater aussuchen? „Ein Coach sollte über eine Vielfalt von Methoden verfügen,“ so Werners erster Tipp. „Damit die Möglichkeiten nicht zu eingeschränkt sind.“ Er selbst bietet eine breite Palette an: Unter anderem systemische Strukturaufstellungen, neurolinguistisches Programmieren (NLP), lösungsfokussierte Kurzzeittherapie und Ansätze aus der Entrepreneurship-Forschung. Als essentiell betrachtet Werner aber eine Grund-Coaching-Haltung, die jeder Ratsuchende beim Erstgespräch abklopfen sollte: Der Coach sollte den Klienten nicht nach seinem eigenen Bild gestalten wollen, sondern bereit und fähig sein, die eigensten innersten Prozesse des Gegenübers zu unterstützen. Wenn diese Grundhaltung stimmt, kann jedes Coaching zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen – ob beim Homo oder Hetero.
Torsten Träger
Homepage von Coach Thomas Achim Werner: www.future-steps.de
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Beiträge
Umkehrschluss: Ein schwuler Coach versteht nichts vom heterosexuellem Sexleben. Also als Hetero darauf achten, dass man auch einen heterosexuellen Coach besucht. Und natürlich ist ein schwuler Coach recht tabuarm.
von: Jens, 18.10.2011 13:27 Uhr
Umkehrschluss: Ein schwuler Coach versteht nichts vom heterosexuellem Sexleben. Also als Hetero darauf achten, dass man auch einen heterosexuellen Coach besucht. Und natürlich ist ein schwuler Coach recht tabuarm.
von: Jens, 18.10.2011 13:27 Uhr
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Naja da man ja von morgens bis abends mit heterosexueller Thematik zugemüllt wird, dürfte das das kleinste problem sein! Ben
von: Ben, 07.11.2011 10:52 Uhr