Siegessäule - Küsse vor der Ugandischen Botschaft

Berlin

Küsse vor der Ugandischen Botschaft


Schwule und einige Lesben küssten sich am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie in Berlin – Luftballons gab es am Homomahnmal

Küsse vor der ugandischen Botschaft

SIS 17.5.2010 – Vor der Ugandischen Botschaft in Berlin trafen sich heute rund 50 Menschen, um ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen. „Protect every kiss“, die Aktion vom Berliner schwulen Anti-Gewalt-Projekt Maneo, sollte die zentrale Aktion am Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie werden. Öffentlich küssten sich vor allem homosexuelle Paare, um für Toleranz und Offenheit zu werben. Kritik gab es für die erschreckenden Entwicklungen in Uganda. Homosexuelle werden dort unterdrückt und gedemütigt. Außerdem liegt dem Parlament ein Gesetzesentwurf vor, der Homosexualität unter Strafe stellt und in bestimmten Fällen sogar die Todesstrafe beinhaltet.

Bei der Protestaktion sprach Alexandra Thein von der FDP, Mitglied im Rechtsausschuss des Europaparlaments, über die Entwicklungen in Uganda. Auch sie küsste im Rahmen der Aktion, allerdings ganz heterosexuell ihren Mann. Auf Anfrage einer ebenfalls heterosexuellen RBB-Radio-Moderatorin ergriff sie die Gelegenheit zu ihrem ersten „lesbischen Kuss“.

Einen eifrigen Kuss-Marathon hingegen lieferte „Lindenstraße“-Schaupieler Gunnar Solka (spielt die Rolle des Lotti) mit seinem Freund. Insgesamt war allerdings das Interesse von Schwulen und Lesben, sich in der Öffentlichkeit mit einer politischen Botschaft zu küssen, eher verhalten. Insbesondere die weibliche Präsenz liess zu wünschen übrig. Für Astrid Stenzel von der Schmuckwerkstatt Schwermetall und ihre Freundin war aber klar: „Uns ist es wichtig, an diesem Tag hier zu sein, und ein Zeichen zu setzen. Und wie man sieht sind nicht viele lesbische Paare hier. Deshalb ist es gut, dass wir gekommen sind!“ (dm)

Rainbowflashmob am 17.5.2010 in Berlin am Homomahnmal

Am späten Nachmittag gab es dann noch eine Aktion im kleinen Kreis am Homomahnmal in Tiergarten. Als Zeichen der Solidarität mit russischen Lesben und Schwulen organisierten Aktive aus der russischen Community einen Rainbowflashmob und liessen Luftballons steigen. Diese Aktion gab es zeitgleich in anderen europäischen und vor allem russischen Städten.

Hier Bilder und Videos von der weltweiten Aktion: http://rainbowflash.info/

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