Trans* Day of Visibility

LesbenRing spricht sich für trans* Aktivismus aus

31. März 2021 fs
Bild: canva

Zum Internationalen Tag der trans* Sichtbarkeit fordert der LesbenRing e. V. Solidarität mit trans* Frauen. Er bezieht damit Stellung in der Debatte um eine angebliche Gefahr von trans* Aktivismus für feministische Bewegungen

Am 31. März, dem International Transgender Day of Visibility oder Trans* Day of Visibility (TDOV), finden jährlich Aktionen und Events zur Sichtbarkeit von trans* Personen statt. Anlässlich des Datums hat der LesbenRing e. V., bundesweiter Dachverband für lesbische* Frauen, Lesben*gruppen und Organisationen, sich an die Seite von trans* Aktivist*innen gestellt. Trans* Aktivismus sei wichtig „im gemeinsamen Kampf gegen normative Geschlechterbilder sowie Diskriminierung und Gewalt“, wie der LesbenRing in einer Pressemitteilung vom Dienstag schreibt.

LesbenRing fordert selbstbestimmten Geschlechtseintrag

Bereits seit Jahrzehnten kämpften Aktivist*innen „innerhalb feministischer, lesbischer*, trans* und inter* Bewegungen für die Sichtbarkeit und Anerkennung von Lebensweisen jenseits gängiger Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität“. Seit ebenso langer Zeit werde trans* Personen jedoch „das Recht abgesprochen, selbst über ihren eigenen Körper und ihre Identität zu bestimmen“. Der LesbenRing teile deshalb die Forderung, statt des veralteten „Transsexuellengesetzes“ in Deutschland ein Gesetz einzuführen, das es trans* Personen ermöglicht, über ihren Geschlechtseintrag leichter selbst zu entscheiden.

Damit bezieht der LesbenRing deutlich Stellung in der Debatte, die innerhalb feministischer Bewegungen und Institutionen zum Thema trans* Rechte geführt wird. So hatte etwa die Zeitschrift Emma im letzten Jahr mehrmals vor einer angeblichen Gefahr für feministische Bewegungen und Räume durch trans* Aktivismus gewarnt. Ein Eintreten für das Recht auf Selbstbestimmung für trans* Frauen stelle „sichere Räume von Frauen und Mädchen“ dezidiert nicht in Frage, betont dagegen LesbenRing-Vorstand Marion Lüttig. Für den LesbenRing als feministische Organisation stehe „außer Frage, dass die körperliche und seelische Selbstbestimmung eines Menschen oberste Priorität hat.“ Ein Gewaltschutz für Frauen und Mädchen schließe „selbstverständlich auch trans* Frauen und Mädchen ein“, ergänzt Vorstand Kathrin Schultz.

Berliner Aktionen zum TDOV

Zum Tag der trans* Sichtbarkeit findet in Berlin eine Kundgebung statt, die von der Initiative TINklusiveUni organisiert wird. Treffpunkt ist um 16:00 vor dem Reichstagsgebäude. TINklusiveUni setzen sich dafür ein, Barrieren für inter*, trans* und nicht binäre Personen an Hochschulen abzubauen. Eine diesbezügliche Petition erreichte über 5000 Unterschriften, im Rahmen der Kundgebung soll sie heute an Entscheidungsträger*innen übergeben werden. Das Demo-Team bittet darum, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Abstände einzuhalten.

Außerdem veranstaltet die AHA einen virtuellen Vernetzungsabend, bei dem sich verschiedene Projekte mit Schwerpunkt trans* und/oder Inklusivität vorstellen werden. Zu sehen ab 18:00 auf: aha-berlin.de, facebook.com, youtube.com

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