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Hatice gewinnt den Siegessäule-Drag-Contest im SchwuZ

Seit Sonntag für ein Jahr der hellste Stern am Berliner Drag-Trans*-Firmament: Hatice!

Hatice – für ein Jahr der hellste Stern

3.4. – Voll und laut wie stets am Ostersonntag war das SchwuZ. Tanz in allen Räumen und der fünfte Siegessäule-Drag-Contest sorgten für Full House. Der Ablauf des Wettbewerbs war spürbar gestrafft, sodass, anders als noch 2012, ein größeres Publikums die Finalistinnen noch heftigst beklatschte. Deutlich vor 4 Uhr morgens. Als Neuerung gab es zusätzlich zur Siegessäule-Jury, bestehend aus Chefredakteur Jan Noll und Vorjahrssiegerin Margot Schlönzke, zwei prominente Expertinnen als Punktrichterinnen: Chantal und Romy Haag.

Letztere war trotz Bronchitis gekommen und staunte über manche Darbietung. Camelia Light führte als Host im schwarzen Futteral souverän-schnoddrig durch den Parcours mit 15 Teilnehmerinnen, die bunt, aufgebretzelt, glitzernd und meist ambitioniert angetreten waren. Nur, wer hat den Mädels gesagt, dass schwarze Spitze als Ärmel taugt? Kein guter Styling-Tipp. Experimentelles suchte man dieses Jahr beim Bühnengeschehen vergeblich. Wohl gab es aber einige relativ gut angelegte Auftritte. Und Bewährtes wie so eine bekannte Yma-Zumac-Nummer von Kathrinsche oder die 150. Beyoncé-Schablone von Destiny gehören zu einem solchen bunten Abend halt dazu.

Herausragend war die Final-Performance der vielversprechenden Daisy Dollhouse, die locker unter die Top drei gehört hätte. Stattdessen ergab die Auszählung der Punkte einen geteilten 2. Platz für die Lokalmatadorinnen Sally Morell, die als Cascada-Natalie-Double punkten konnte, und Dana Regyonal, die durch Aussehen und Style überzeugte. Dieser Abend ist immer für eine Überraschung gut:

 

Auf Platz eins landete eine so ungewöhnliche wie sympathische Kunstfigur, die Deutschtürkin Hatice

Auf Platz eins landete eine so ungewöhnliche wie sympathische Kunstfigur, die Deutschtürkin Hatice. Ja richtig, die aus dem Stück „Linie 8“ der Ades Zabel Company. Ein Bekenntnis zur multikulturellen und –sexuellen Gesellschaft? Oder vielleicht einfach der Sieg einer Außenseiterin, die mehrheitsfähig ist? Es ist halt wie beim ESC (Eurovision Song Contest), wo bei einem weniger aufregenden Jahrgang gerne mal eine Nummer gewinnt, die nicht dem Einheitsbrei entspricht.
Frank Hermann



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