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COLLOQUIUM

Was bedeutet die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz von Schwulen und Lesben für queere Literatur?

Ganz schön queer: Der diesjährige Salon im Literarischen Colloquium zum Thema „Love that dares to speak its name: lesbisches und schwules Lieben literarisch“

Das Literarische Colloquium © Tobias Bohm

16.07.17 – Bereits zum dritten Mal lädt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zu einem literarischen Salon in das Literarische Colloquium Berlin (LCB). Kuratiert wird der Abend von Thorsten Dönges, der schon letztes Jahr federführend bei der Ausrichtung des mehrtägigen Festivals „Empfindlichkeiten“ war, das damals ebenfalls mitten in der Pride-Woche stattfand. Aus Kostengründen werden 2017 zwar kleinere Brötchen gebacken, aber schön queer wird es trotzdem. „Love that dares to speak its name: lesbisches und schwules Lieben literarisch“ ist der Titel des Events. So sperrig der Name daherkommt, so spannend ist, was sich dahinter verbirgt.

Wenn es um rechtliche Anerkennung geht, sind die größten Kämpfe für Lesben und Schwule hierzulande ohne Frage ausgetragen. Doch was bedeutet die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz für die Literatur, gerade wenn sie homosexuelle und queere Thematiken verhandelt? Ist zum Beispiel schwuler Sex in der Mainstream-Literatur problemlos darstellbar? Kann die Liebe zwischen zwei Frauen genauso selbstverständlich geschildert werden wie jene zwischen Mann und Frau? Und was ist überhaupt noch mit der emanzipatorischen Kraft solcher Texte? Damit beschäftigt sich der Diskussionsabend am 20. Juli, gegen Ende der diesjährigen Berliner Pride-Wochen, im LCB.

Gefördert wird er durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, deren Themenjahr „Gleiches Recht für jede Liebe“ lautet. In den literarischen Salons der letzten beiden Jahre standen die Themenschwerpunkte trans* Identität und Intersexualität sowie Religion im Fokus.

Die fünf Gäste, die dieses Jahr auf dem Podium Platz nehmen werden, um von ihren diesbezüglichen Lese- und Schreiberfahrungen zu berichten, sind eine wahrhaft illustre Runde an lesbischen und schwulen Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Buchszene: Traude Bührmann, Gunther Geltinger, Hans Pleschinski, Angela Steidele sowie Antje Rávic Strubel. Moderiert wird der Abend vom Kunstkritiker und Journalisten Daniel Schreiber. Außerdem hält die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, eine Begrüßungsrede.

Und da es sich bereits letztes Jahr bei den „Empfindlichkeiten“ äußerst bewährt hat, das wortreiche Treiben mit Musik aufzupeppen,  gibt’s auch im Anschluss an diese Veranstaltung bei Speis und Trank housige Klänge – die Pet Shop Bears legen auf!

SIEGESSÄULE präsentiert
„Love that dares to speak its name: lesbisches und schwules Lieben literarisch“, 20.07., 19:00,
Literarisches Colloquium Berlin



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