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Film: „Pride“ – Schwule, Lesben, Bergarbeiter

In der britischen Komödie kommt es zur ungewöhnlichen Allianz von Gay-Rights-AktivistInnen und Grubenarbeitern. Nach wahren Begebenheiten mit viel Witz und Gefühl erzählt

Gay Pride 1985 in London: Miners for Gay Rights © Nicola Dove

12.08.17 – Der Film „Pride“ erzählt von einer ungewöhnlichen Allianz zwischen Minderheiten im Jahr 1984: Junge Schwule und Lesben solidarisieren sich mit streikenden Bergleuten im streng von Margret Thatcher regierten Großbritannien. Sie gründen die Vereinigung „Lesben und Schwule für Bergarbeiter“ und sammeln auf der Straße Geld. Doch die zuständige Gewerkschaft ist homophob und lehnt die angebotene Hilfe ab, sie will kein „gay money“. Aber die AktivistInnen geben nicht auf und findet ein kleines Dorf in Wales, das ihre Unterstützung dankbar annimmt. Natürlich springen die Medien auf den Zug auf und ziehen das Projekt ins Lächerliche, sodass es beinah scheitert. Doch die Haupt-Akteure und -Akteurinnen haben genug Biss und Humor, füreinander einzustehen und dem Gegenwind zu trotzen. Und am Ende sehen sich alle bei Gay Pride  in London wieder, wo sie gemeinsam marschieren ...

Der Film steht in der Tradition der gelungensten Filme des neuen britischen Kinos wie „Ganz oder gar nicht“ oder auch „Billy Elliott“ und ist an wahre Begebenheiten angelehnt. „Pride“ erzählt seine Geschichte auf warmherzige und humorvolle Weise, gerade im Hinblick auf homophobe Vorurteile und Missverständnisse ... 2014 gab es in Cannes dafür die Queer Palme.

„Pride“, GB 2014, 16.08, 20:15, ARTE



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