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Demo-Eklat

Polizei verteidigt rechte LebensschützerInnen und beschlagnahmt feministischen Glitzer

Wer schützt hier wen? Beim Protest gegen den „Marsch für das Leben“ gab es Verletzte und Festnahmen durch die Berliner Polizei, beklagt das What the fuck!?-Bündnis Berlin

Energisch gegen den „Marsch für das Leben“

17.09.17 – Über 2.500 Menschen protestierten am 16.09. in der Berliner Innenstadt gegen den antifeministischen „Marsch für das Leben“. Das „What the fuck!?-Bündnis Berlin“ hatte zuvor zu einer eigenen Demonstration mobilisiert (siegessaeule.de berichtete), die mit mehr als 2.000 TeilnehmerInnen am Wittenbergplatz um 11 Uhr losging und am Brandenburger Tor auf das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ traf. Von dort aus starteten zahlreiche Menschen, um mit kreativen Aktionen und lautstarkem Protest die LebensschützerInnen nicht unwidersprochen zu lassen. Durch eine Blockade in der Friedrichstraße wurde immerhin eine Verkürzung der Demoroute der christlichen FundamentalistInnen erreicht.
12 GegendemonstrantInnen wurden dabei in Gewahrsam genommen, es gab zudem mehrere Verletzte durch Polizeigewalt. Die Berliner Polizei hatte den feministischen Protest gleich zu Beginn erschwert, als sie einen Karton Glitzer beschlagnahmte und zwei TeilnehmerInnen in Gewahrsam nahm, die damit lediglich für bunten Protest sorgen wollten. Sie wurden erst nach Ende der Demo freigelassen.

Sarah Bach, Pressesprecherin des Bündnisses, berichtet: „Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich zwei Polizisten, die eine Reihe von GegendemonstrantInnen gewaltsam hinter einer Absperrung schubsten, danach mit einem High-five abgeklatscht haben. Dieses Jahr liefen erneut Mitglieder der Identitären Bewegung mit auf dem ,Marsch für das Leben‘ wie zahlreiche AugenzeugInnen berichtet haben. Es handelt sich bei dem Aufmarsch eindeutig um eine rechte, reaktionäre Veranstaltung. Und dennoch hat die Berliner Polizei nichts Besseres zu tun, als unser Glitzer zu beschlagnahmen, uns mit Faustschlägen zu verletzen und das alles mit dem Kommentar ,wir sehen uns in der Rigaer Straße‘. Da fragt man sich doch wirklich, wer hier eigentlich für wen arbeitet.“



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