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Gedenktafel für homosexuelle NS-Opfer mit Hakenkreuz beschmiert

Die von der AHA und der HuK Berlin initiierte Gedenktafel – die erste Erinnerung an homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus im öffentlichen Raum Deutschlands – wurde beschmiert

© SIEGESSÄULE

13.10.17 – Die Gedenktafel für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am Nollendorfplatz wurde mit einem Schriftzug und einem angedeuteten Hakenkreuz beschmiert. Das teilte ein unbekannter Anrufer gestern morgen der Polizei Berlin mit. Die Entfernung der Beschmierung wurde veranlasst, der Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin hat die Ermittlungen übernommen.

Das Mahnmal, eine dreieckige Tafel aus rotem Stein, die an den „Rosa Winkel" erinnern soll, trägt die Inschrift: „Totgeschlagen – totgeschwiegen – Den homosexuellen Opfern des Nationalsozialismus.“ 1989 am U-Bahnhof Nollendorfplatz (Ausgang Motzstraße/Maaßenstraße) errichtet, war es, abgesehen von Gedenkzeichen in KZ-Gedenkstätten, das erste Denkmal für die Opfergruppe der Homosexuellen im öffentlichen Raum in Deutschland. Ergänzt wird der dreieckige Stein seit 1993 durch eine Tafel, die auf die Schließung von Szenelokalen im Nollendorfkiez während der Zeit des NS-Regimes hinweist.

fs


 

 



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