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Kino

Berlin-Feeling bei den 28. Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg

SIEGESSÄULE präsentiert das beste queere Filmfestival Deutschlands: Vom 17. bis zum 22.10. finden die 28. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg statt

Hans Kellett und Kaey © Alexander Heigl

14.10.17 – Es ist das älteste und beliebteste queere Kinoevent in Deutschland: Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg. Unsere Geschichte, queere Beziehungsformen oder die politische Kämpfe von LGBTI in aller Welt werden hier auf der Leinwand sichtbar. Das Festival ist dabei auch zu einer Pilgerstätte für Berliner und Berlinerinnen geworden, was sich durchaus im Programm wiederspiegelt. So wird die Eröffnungsgala am 17.10. in der Kulturfabrik Kampnagel moderiert von zwei KünstlerInnen aus der Hauptstadt: SIEGESSÄULE-Redakteurin und Sängerin Kaey wird zusammen mit Performance Artist und Sänger Hans Kellett (Princessin Hans) durch das Programm führen.

Berlin ist auch Handlungsort der deutsch-mexikanischen Produktion „Bruma“ mit Dieter Rita Scholl: Eine junge ungewollt schwanger gewordene Frau aus Mexiko entflieht ihrem tristen Leben und fliegt nach Berlin, um sich dort auf die Suche nach ihrem Vater zu machen. Sie taucht hier in das Nachtleben ein und begegnet Angel (Dieter Rita Scholl), die eine Beziehung mit ihrem Vater hatte.

Der in Berlin lebende Regisseur Yony Leyser, der u. a. mit seinem Porträt der internationalen queeren Szene der Hauptstadt in „Desire will set you free“ bekannt wurde,  zeigt seine neue Doku „Queercore: How to punk a revolution“, die sich der Entwicklung einer queeren Punk und Hardcore-Szene widmet. Dafür führte Leyser Interviews mit u. a. Beth Ditto, John Waters, Kim Gordon und Peaches. Den Off-Kommentar spricht Iggy Pop. Auch Kaey wird in einem der Festival-Filme zu sehen sein: In „I am every woman“ gibt sie zusammen mit Drag Queen Fixie Fate Einblicke in ihr Leben. Zu sehen ist die viertelstündige Doku im Rahmen des Kurzfilmprogramms „Made in Germany“, das eins von insgesamt neun Kurzfilmprogrammen ist!

Eröffnet wird das Festival mit der Doku „Political Animals“ über vier lesbische Frauen, die in den 90er- und 2000er-Jahren auf parlamentarischer Ebene den Kampf um Gleichberichtigung von LGBTI in Kalifornien führten. Zu den Highlights gehört „120 Beats per Minute“, der Gewinner der queeren Palme 2017 in Cannes. Der französische Spielfilm erzählt von einer Pariser Act-Up-Gruppe Anfang der 90er, die mit aufsehenerregenden Aktionen den ignoranten Umgang der Mitterand-Regierung und der Pharmakonzerne mit HIV und Aids kritisierten.

Unser Schwestermagazin L-MAG präsentiert den israelischen Film „Bar Bahar“ über drei junge palästinensische Frauen mit israelischem Pass, die zusammen in einer WG wohnen. Darunter die lesbische Salma, die an ihrer DJ-Karriere bastelt und verheiratet werden soll. Der Film zeigt am Beispiel von drei Frauen, die nach Unabhängigkeit streben, einen Balanceakt zwischen Tradition und Moderne. Der wunderbaren Performerin und feministischen Drag-King-Ikone Diane Torr, die leider Ende Mai in Glasgow verstarb, ist eine kleine Hommage gewidmet. Zu sehen ist u. a. „The Undergrad“, eine Drag-King-Parodie des Klassikers „Die Reifeprüfung“ (The Graduate).

Am 22.10. enden die Filmtage mit einer Abschlussgala im Metropolis auf der  Jury- und Publikumsfavoriten ausgezeichnet werden.


28. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg
17.10.-22.10.
Programm unter
lsf-hamburg.de



Berlin-Queer-Kalender

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