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Demo

Kampf für Frauenrechte und gegen eine Instrumentalisierung von rechts

Zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März wird auch in Berlin demonstriert. Im Zusammenschluss mit der queeren Community richtet sich eine Demo u. a. gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen*

Demo zum Frauenkampftag 2017 © jackielynn

07.03.18 – Der Internationale Frauentag, oder auch: Internationaler Frauenkampftag, ging ursprünglich aus der sozialistischen Bewegung in der Zeit um den Ersten Weltkrieg hervor. Die Vereinten Nationen erklärten ihn später zum „Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“. Er wird am 8. März an vielen Orten der Welt begangen. Da darf Berlin natürlich nicht nachstehen.

Das „Bündnis Frauen*kampftag“ ruft am 08.03. um 17 Uhr zur „Demonstration zum Internationalen Frauen*kampftag 2018“ auf. Los geht's am Hermannplatz. Ziel ist laut den Veranstalterinnen u. a., den 8. März zu (re)politisieren und Frauen untereinander zu solidarisieren.

Das seit vier Jahren bestehende Bündnis engagierte sich auch bei dem Protest gegen den AfD-nahen „Marsch der Frauen“ am 17.02. in Berlin. Vor diesem Hintergrund betonen die Vertreterinnen gegenüber siegessaeule.de die Notwendigkeit, gerade jetzt auf die Straße zu gehen: „Wir befinden uns in einer gesellschaftlichen Situation, in der das Kämpfen für Frauenrechte von rechts instrumentalisiert wird, um die Stimmung in diesem Land weiter rassistisch und nationalistisch anzuheizen, in der jede sechste Person in diesem Land in oder an der Grenze zur Armut lebt – dies sind mehrheitlich Frauen, Alleinerziehende (mehrheitlich Mütter) und Kinder –, in der die Selbstbestimmung von Frauen durch reaktionäre Gesetzgebungen zu Schwangerschaftsabbrüchen eingeschränkt wird und in der Sexismus und Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle, trans Personen allgegenwärtig ist.“

Die diesjährigen Forderungen richten sich dementsprechend gegen Gewalt, die insbesondere Frauen*, LGBTQI* und People of Color betrifft, Ausbeutung, Militarisierung, Nationalismus, rassistische Alltagspolitik und gegen alle Gesetze, die zur Diskriminierung von SexarbeiterInnen und zur Entrechtung von Geflüchteten beitragen. Außerdem wird die sofortige Streichung des Paragrafen 219 a StGB gefordert, der Ärztinnen und Ärzten „Werbung“ für Abtreibung verbietet.

Die Auftaktkundgebung am Hermannplatz wird musikalisch von der Rapperin und trans* Aktivistin FaulenzA begleitet. Von dort aus geht die Route über Kottbusser Damm und Kottbusser Tor bis zum Oranienplatz. Dort trifft der Marsch dann auf eine weitere Demo zum Frauen*tag, organisiert vom „International Women Space“,  und es findet die gemeinsame Abschlusskundgebung statt.

Im Anschluss bieten sich auch jede Menge Gelegenheiten zum Feiern. Zum Beispiel auf der FLTI*-Party „Jeder Tag ist Frauen*tag“, ab 20:00 im Südblock. Das Rap-Konzert von K.I.Z. – „Nur für Frauen“ –, zu dem Männer keinen Zutritt haben, startet ebenfalls am 8.3 um 19:30 im Tempodrom. Am Freitag, den 09.03., wird weitergefeiert, etwa im SO36 auf der queeren Electropop- und Hip-Hop-Party „raket_in*“ (ab 21:00). „Choose: Feminism“ im Mensch Meier (ab 23:00) steht unter dem Motto „Keine Utopie ohne Feminismus. Kein Feminismus ohne Utopie“. Die Einnahmen dieses Partyabends fließen in politische Projekte.

Vom 08. bis zum 14.03. findet außerdem im Babylon Kino Mitte und im CRCLR in Neukölln die mittlerweile fünfte „Berlin Feminist Film Week“ statt. Neben Film-Screenings wird es auch eine Reihe von Workshops und Diskussionen geben. Alle Infos zum Programm auf berlinfeministfilmweek.com.

Elliot Zehms



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