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Berlin

Demos und Aktionstag gegen den „Marsch für das Leben”

Am Samstag soll in Berlin wieder der „Marsch für das Leben“ stattfinden, den auch LGBTI-feindliche Gruppen unterstützen. Gegenproteste sind für Freitag und Samstag angekündigt

An den Gegenprotesten im letzten Jahr nahmen über 2500 Personen teil

19.09.18 – Für den kommenden Samstag haben fundamentalistisch-christliche Gruppen in Berlin wieder zu einem „Marsch für das Leben“ aufgerufen. Dieser fordert ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland und wird von verschiedenen reaktionären bis rechten Gruppierungen unterstützt, darunter etwa VertreterInnen der homophoben „Demo für Alle“.

Gleich mehrere Gegenproteste sind geplant: Bereits am Freitag organisiert das Berliner „What The Fuck“-Bündnis gemeinsam mit „Reclaim Club Culture“ eine „queerfeministische Vorabenddemo“. Start ist um 18:00 ab dem Bahnhof Friedrichsstraße.

Den Samstag, an dem der „Marsch“ stattfinden soll, hat das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung – wie schon im letzten Jahr – wieder zu einem „Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung“ erklärt. Die Auftaktkundgebung beginnt um 12:00 vor dem Brandenburger Tor. Anschließend startet von dort eine Demonstration. Einen kreativen Beitrag werden drei queerfeministische Chöre beisteuern: gemeinsam wollen sie „für das Leben – gegen die christlichen FundamentalistInnen” singen. Treffpunkt für alle, die mitsingen wollen, ist um 12:30 an der Ebertstraße. Unter dem Motto „Marsch für das Leben sabotieren!” hat das „What The Fuck“-Bündnis für Samstag außerdem zwei weitere Kundgebungen angemeldet: am Friedrichspalast und an der Ebertstraße/ Ecke Leipziger Straße.

Die Bewegung der selbst ernannten „LebensschützerInnen“ habe in den letzten Jahren von einer „verstärkten Mobilisierungsfähigkeit der neuen Rechten profitiert“, sagt Sara Bach, Pressesprecherin des „What The Fuck“-Bündnisses. Die „Lebensschutzbewegung“ fungiere als Schnittstelle von AkteurInnen wie der „Demo für alle“ oder der AfD mit christlich-fundamentalistischen Organisationen. „Antifeminismus und das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen sind neu-rechte Großthemen, gegen die wir ein Zeichen setzen werden“, sagt Bach. Gerade jetzt zeige der europaweite Rechtsruck, „dass wir nicht einfach wegschauen können.”

Die Gegenproteste fordern, neben dem Recht auf Schwangerschaftsabbruch, die gesellschaftliche Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung und Vielfalt.

 

Demonstration „Marsch für das Leben - What the fuck?!“, 21.09., U/S-Bahnhof Friedrichsstraße, 18:00

Aktionstag für sexuelle Selbstbestimmung „219a ist erst der Anfang“, 22.09., Brandenburger Tor, Auftaktkundgebung 12:00 und Demonstration 13:00

Aktion queerfeministischer Chöre: Singen „für das Leben – gegen die christlichen FundamentalistInnen“, 22.09., Treffpunkt Ecke Scheidemannstraße/ Ebertstraße, 12.30 Uhr

Öffentliche Chorprobe: 20.09., Körnerpark, 18:00

whatthefuck.noblogs.org

sexuelle-selbstbestimmung.de



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