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Christlicher Bund lehnt Verbot von Konversionstherapien ab

Der radikal-christliche „Bibelbund e.V.“ hat auf Jens Spahns Vorhaben, Konversionstherapien zu verbieten reagiert und die homophobe Praxis als „seelsorgerliche Begleitung von Homosexuellen" verharmlost.

Jens Spahn © BMG

18.02.19 – Der evangelike „Bibelbund e.V.“, ein radikal-christlicher Verein, hat am Sonntag auf das von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Verbot von Konversionstherapien reagiert. Laut „der christlichen Nachrichtenagentur" idea bezeichnete der Vorsitzende des Bundes, Michael Kotsch, diese homophobe und gefährliche Praxis, mit der Homosexuelle "geheilt" werden sollen, als „jahrhundertealten sexualethischen Konsens aller christlichen Kirchen“, der durch das Verbot kriminalisiert würde.

Weiter verharmlost er die „Therapien“, die für die Betroffenen starke psychologische Belastungen bedeuten können, und die Jens Spahn als „Körperverletzung“ bezeichnete, als „seelsorgerliche Begleitung von Homosexuellen, die Probleme mit ihrer sexuellen Identität haben“.

Der Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Freitag in einem Interview mit der taz sein Vorhaben, Konversionstherapien in naher Zukunft zu verbieten, bekräftigt und mitgeteilt, eine Studie bei der Magnus-Hirschfeld-Stiftung zu veranlassen, die untersuchen soll, welche rechtlichen Veränderungen den Weg für ein Verbot ebnen könnten.

Michael Kotsch vom Bibelbund kritisiert das Vorhaben Spahns als Eingriff der Politik in „private und religiös begründete sexuelle Wertungen und Verhaltensweisen seiner Bürger“. Zudem würde seiner Ansicht nach die Politik dazu übergehen, „jede vom gesellschaftlichen Mainstream abweichende ethische Meinung per Gesetzesbeschluss und Bußgeldandrohung verbieten.“

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