Wahl 2016

Clubkultur gegen AfD

7. Sept. 2016
Drei von zwölf Motiven der aktuellen Plakataktion, bereitgestellt von den Clubs SchwuZ, Magdalene und Maze (v. l. n. r.)

Lieber bunt als blau: Eine von Berliner Clubs getragene Plakataktion erklärt, warum es wichtig ist nicht die AfD zu wählen

Der Wald der Wahlplakate wird in diesen Tagen um einen wichtigen Teil bereichert: ab sofort werden rund 2.000 zusätzliche Plakate aufgehängt, die dazu aufrufen, nicht die AfD zu wählen. Initiiert wurde die Aktion von dem Verein, der auch den „Zug der Liebe“ Ende Juli organisiert hat. Beteiligt haben sich Berliner Clubs wie unter anderem SchwuZ, Maze oder Magdalena mit Sprüchen wie: „Kunst und Kultur beruhen auf Vielfalt und Toleranz. Intoleranz ist Einfalt und keiner Bühne wert. Wähle NICHT AfD.“

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Zu ihren Beweggründen erklärt  Jens Schwan vom Verein Zug der Liebe: „Die AfD sperrt ja leider jeden auf Facebook aus, der kritisch kommentiert. Sie fälscht Bilder, manipuliert Zeitungsüberschriften, aber es war bisher nichts zu hören und zu sehen von SPD, CDU und GRÜNEN in Berlin. Da es die Altparteien nicht gebacken bekommen, darüber aufzuklären, was die AfD in Berlin will, machen wir es einfach selbst.“ Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Wir zeigen, dass Berlins wichtigstes Aushängeschild, die Berliner Clubkultur, nichts von Abgrenzung und Hetze hält. Unsere Clubs sind genauso international wie die Stadt selbst. An der Tür, hinter der Bar und am DJ Pult arbeiten in den Clubs dieser Stadt locker hundert verschiedene Nationen. In den Berliner Clubs ist es selbstverständlich, dass dort  kein Platz ist für Menschen die rassistische, sexistische und andere diskriminierenden Verhaltensweisen zeigen. Die Idee dahinter: Wenn deine Clubs Stellung beziehen will gegen Rechtspopulismus, sollte das auch dich zum Nachdenken bewegen, nicht der AfD deine Stimme zu geben. Slogans und Bildauswahl wurde dabei den Locations überlassen.“

Alle Plakatmotive gibt es hier zu sehen

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