Zum Tod der Malaria!-Mitbegründerin

Goodbye, Bettina Köster – Queen of Noise!

18. März 2026 Manuela Kay
Bild: Christoph Voy

Eine Kultfigur des feministischen Punk und New Wave der 80er-Jahre ist von uns gegangen. Am 16. März, starb die Musikerin und Künstlerin Bettina Köster im Alter von 66 Jahren in Italien, wo sie seit vielen Jahren lebte

Berühmt wurde sie vor allem durch die Frauenband Malaria!, die sie 1981 zusammen mit Gudrun Gut in West-Berlin gründete, und deren Sängerin und Haupttexterin sie war. Zuvor spielte sie Saxophon in der Band Din A Testbild und hatte die Band Mania D mitgegründet.

Sie war mit Bands wie New Order, The Birthday Party, Nina Hagen, John Cale und Siouxsie and the Banshees auf Tour. Eine Weile lebte sie in New York und arbeitete als Filmautorin und Filmkomponistin. Der Kurzfilm „Peppermills“, an dem sie mit Isabell Hegner arbeitete, gewann 1998 den Teddy auf der Berlinale.

Mit ihrer unverwechselbaren tiefen Stimme begeisterte sie zuletzt mit einer eigenen Radiosendung „Die Sendung mit Bettina Köster“ auf Radio Eins – konsequent nannte man sie auch die „Hilde Knef des Punk“ – und stellte dort ihren guten Musikgeschmack unter Beweis.

Bettina Köster war in West-Berlin der 80er-Jahre der Inbegriff der coolen Lesbe, die Rock 'n' Roll und Unabhängigkeit verkörperte.

Bettina Köster war in West-Berlin der 80er-Jahre der Inbegriff der coolen Lesbe, die Rock 'n' Roll und Unabhängigkeit verkörperte.

Im Jahr 2009 brachte sie mit „Queen of Noise“ ein Soloalbum heraus, dessen Titel sich selbstbewusst auf den legendären britischen Radiomoderator John Peel bezieht, der Köster und ihre Bandkolleginnen so benannte.

Im letzten Interview der SIEGESSÄULE vom Dezember 2021 erinnert sie sich: „Eines der bemerkenswerten Dinge über die Mädchen von Mania D und Malaria! ist, dass wir Mut hatten. Und ich bin wirklich stolz, heute sagen zu können, dass wir durch diesen Mut einige Leute inspiriert haben.“

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