Berlin

Prozess gegen HIV-Arzt: Verteidigung und Staatsanwaltschaft legen Berufung ein

9. Nov. 2021 as
Bild: Sally B

Nachdem Urteil gegen einen Berliner HIV-Arzt haben Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt

Anfang November hatte das Amtsgericht Tiergarten im Missbrauchsprozess gegen einen Berliner HIV-Arzt den Angeklagten in einem der fünf verhandelten Fälle für schuldig gesprochen. Gegen das Urteil haben sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung nun Berufung eingelegt, teilte eine Gerichtssprecherin heute SIEGESSÄULE mit.

Das bedeutet, dass der Prozess vor dem Landgericht erneut aufgerollt wird. Das Urteil des Amtsgerichts ist damit nicht rechtskräftig.

Dem angeklagten HIV-Arzt war in fünf Fällen vorgeworfen worden, seine Patient*innen während der Behandlung sexuell missbraucht zu haben. Das Amtsgericht hatte den sexuellen Missbrauch an einem der Zeugen als erwiesen angesehen und den Angeklagten zu einer Geldstrafe von insgesamt 36.000 Euro verurteilt. In drei Fällen war das Gericht nicht von der Schuld des HIV-Arztes überzeugt und sprach ihn frei. Eine weitere Anklage wurde bereits am 21. Verhandlungstag abgesondert und wird getrennt weiterverhandelt.

Einen konkreten Termin für die Berufungsverhandlung gibt es noch nicht.

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