Final Girls Berlin Film Festival

Queeres feministisches Horrorkino

4. Feb. 2021 Karin Schupp
Bild: Final Girls Berlin Film Festival
Annie Rose beim Final Girls Berlin Film Festival

Das Berliner Final Girls Filmfestival hat sich auf Horrorfilme von Frauen spezialisiert. In diesem Jahr zeigt es sein Programm online vom 4. bis zum 7. Februar. Dabei sind auch queere Horrorperlen und eine lesbische Vampirin hält einen Vortrag.

Horrorfilme, die von Frauen* geschrieben und/ oder produziert wurden und bei denen Frauen* auf dem Regiestuhl saßen: das ist das Konzept des Final Girls Berlin Film Festivals, das der weibliche Perspektive im Horror-Genre mehr Sichtbarkeit geben möchte.

In seinem sechsten Jahr stellte sich das Berliner Festival auf die Corona-Gegebenheiten ein und findet ab Donnerstag virtuell statt. Fünf Spielfilme, fünf Kurzfilmprogramme und einige Vorträge und Workshops sind vom 4. bis 7. Februar online zu sehen.

Zu den Langfilmen gehört Fellwechselzeit (D, 2021) von Sabrina Mertens über eine westdeutsche Kleinstadtfamilie in den 70er-Jahren, in deren Leben ein düsteres Geheimnis ihrer Tochter eindringt, und 12 Hour Shift (USA, 2020) von Brea Grant über eine Krankenschwester, die in einen illegalen Organhandel in ihrer Klinik verwickelt ist und eine Doppelschicht überstehen muss, nachdem ihre Kusine eine Nieren-Lieferung vermasselt hat.

Queere Inhalte gibt’s im Kurzfilmprogramm „Cyber Horror – It’s Coming From Inside the Screen“: In Swipe Up, Vivian! (USA, 13 min.) von Hannah Welever finden zwei Frauen mit Platzangst dank einer Dating-App die Liebe. In Don’t Text Back (Kanada, 14 min.) von Kaye Adelaide/ Mariel Sharp wird eine Frau jedesmal von ihrer Halskette gewürgt, wenn sie auf ein misslungenes Tinder-Date nicht reagiert – ob ihr eine Energieheilerin helfen kann?

Und im zweiten Kurzfilmblock „Isolation Horror - Cabin Fever“ sorgt Nyt Kun Olet Minun/ Now That You’re Mine (Finnland, 37 Min.) von Petra Lumioska für Grusel: Aava will mit ihrer Freundin und ihrer Schwester ein entspanntes Wochenende im alten Sommerhaus der Familie verbringen. Aber bald kommen alte Erinnerungen hoch, die Aava gerne vergessen hätte...

Interessant klingt auch der Vortrag „Her Hunger: The Lesbian Vampire and Queer Immortality, Suicidality, and Codependency“ von Annie Rose Malamet, einer (selbstdefinierten) lesbischen Vampirin. Dieses Event ist kostenlos, die Filme und Kurzfilmprogramme kosten jeweils 6,66 Euro, den „All Access Pass“ fürs gesamte Festival gibt's für 45 Euro.

Und wer auf den Geschmack gekommen ist: Schon am Halloween-Wochenende in diesem Jahr soll's mit dem zweiten Teil des Festival weitergehen, dann hoffentlich wieder im gruselig-dunklen Kinosaal!

Final Girls Berlin Film Festival, 4.-7. Februar 2021 - das Programm und alle weiteren Informationen stehen hier.

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