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Filmfestival

Alle queeren Filme der Berlinale 2019

Welche queeren Filme ihr auf der diesjährigen Berlinale sehen könnt, erfahrt ihr bei uns

Breve historia del planeta verde | Brief Story from the Green Planet © Eduardo Crespo / Berlinale

02.02.19 – Am 07.02. starten die 69. Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Welche aktuellen queeren Spielfilme und Dokumentationen ihr sehen könnt, findet ihr hier im Überblick!

Beim Klick auf den jeweiligen Filmtitel werden euch die Spielzeiten und Filminfos auf der Berlinale-Webseite angezeigt. Der Ticket-Vorverkauf beginnt am Montag, den 04.02.

Am selben Tag stellen euch Wieland Speck, ehemaliger Chef der Berlinale-Sektion Panorama, und Michael Stütz, aus dem jetzigen Panorama-Leitungsteam, bei MonGay das queere Programm vor. Der 33. Teddy Award, der offizielle queere Filmpreis des Festivals, wird dann am 15.02. in der Volksbühne vergeben.

Wir wünschen euch viel Spaß bei der 69. Berlinale!

A Dog Barking at the Moon

von Xiang Zi, Volksrepublik China/Spanien 2019
Drama um eine wohlhabende chinesische Familie und deren Geheimnisse: Der Film beginnt damit, dass die Ehefrau nach vielen Jahren von der Homosexualität ihres Mannes erfährt.

A Rosa Azul de Novalis (The Blue Flower of Novalis)
von Gustavo Vinagre & Rodrigo Carneiro, Brasilien 2019
Dokumentarisches Portrait eines 40-jährigen, HIV-positiven Mannes, der u. a. von seinen Grindr-Erfahrungen und seiner Liebe zu Literatur erzählt.

Beol-Sae (House of Hummingbird)
von Kim Bo-ra, Südkorea 2018
Der Film spielt im Südkorea der 90er-Jahre: Die Achtklässlerin Eunhee fühlt sich als Außenseiterin, zudem leidet sie unter den Streitigkeiten in ihrer Familie. Doch dann begegnet sie ihrer neuen Chinesischlehrerin, zu der sie sich hingezogen fühlt.

Breve historia del planeta verde (Brief Story from the Green Planet)
von Santiago Loza, Argentinien/Deutschland/Brasilien/Spanien 2019
Trans* Frau Tania entdeckt, dass ihre kürzlich verstorbene Großmutter die letzten Jahre mit einem lilafarbenen Alien verbracht hat. Tania erfüllt den letzten Wunsch der Verstorbenen und begibt sich auf eine Reise durch Argentinien, um das Alien wieder dorthin zurückzubringen, wo es ursprünglich auf der Erde erschienen ist.

Bulbul Can Sing
von Rima Das, Indien 2018
Coming-of-age-Drama um drei Jugendliche. Sie wachsen in einem dörflichen Umfeld auf, das von strengen Moralvorstellungen und patriarchialen Strukturen geprägt ist.

Der Boden unter den Füßen
von Marie Kreutzer, Österreich 2019
Einer der beiden Lesbenfilme im Wettbewerb: Lola ist eine erfolgreiche Unternehmensberaterin, die zusammen mit ihrer Freundin lebt und arbeitet. 100 Arbeitsstunden pro Woche sind dabei keine Seltenheit. Doch das effizient durchstrukturierte Leben gerät ins Wanken, als ihre depressive Schwester einen Selbstmordversuch unternimmt und Lola versucht, für sie da zu sein.

Easy Love
von Tamer Jandali, Deutschland 2019
Dokufiction über das Begehren von sieben Männern und Frauen zwischen 25 und 45 Jahren.

Elisa y Marcela (Elisa & Marcela)
von Isabel Coixet, Spanien 2018
Ebenfalls im Wettbewerb läuft dieser spanische Beitrag: Beruhend auf einer wahren Begebenheit wird von zwei Frauen erzählt, die es trotz der gesellschaftlichen Widerstände schafften, sich bereits 1901 in einer Kirche das Jawort zu geben.

Grace a Dieu (By the Grace of God)
von François Ozon, Frankreich 2019
Der schwule Regisseur François Ozon („Frantz”) thematisiert in seinem neuen Film sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche und dessen Auswirkungen auf das Leben dreier betroffener Männer.

Greta
von Armando Praça, Brasilien 2019
Zwischen einem 70-jährigen Krankenpfleger und seinem jungen Patienten entwickelt sich eine körperliche Beziehung.

Die Grube (The Pit)
von Hristina Raykova, Deutschland 2019
Doku über eine Therme in Bulgarien und die persönlichen wie politischen Geschichten ihrer Besucher*innen.

Heute oder morgen
von Thomas Moritz Helm, Deutschland 2019
Film über eine Dreiecksgeschichte zwischen Maria, Niels und Chloe, die im sommerlichen Berlin spielt.

Kislota (Acid)
von Alexander Gorchilin, Russland 2018
Wilde Partys, Drogen und Kontrollverlust: Dieser Film zeichnet das Bild junger Männer im heutigen Russland.

La fiera y la fiesta (Holy Beasts)
von Laura Amelia Guzmán, Israel Cárdenas, Dominikanische Republik/Argentinien/Mexiko 2019
Die alternde Punkdiva Vera übernimmt die Regie bei einem Filmmusical: ein unvollendetes Projekt ihres Freundes Jean-Louis Jorge, ein bekannter dominikanischer Künstler. Der Dreh wird von zahlreichen glamourösen Partys begleitet, aber auch Konflikte brechen auf. Mit Geraldine Chaplin und Queer-Ikone Udo Kier in Hauptrollen.

Lemebel
von Joanna Reposi Garibaldi, Chile/Kolumbien 2019
Doku über den chilenischen Schriftsteller und Performer Pedro Lemebel, der mit exaltiertem Witz und scharfer Zunge die homophobe chilenische Gesellschaft aufmischte.

Los Miembros de la familia (Family Members)
von Mateo Bendesky, Argentinien 2019
Drama um ein Geschwisterpaar, das nach dem Tod der Mutter für kurze Zeit in ein leerstehendes Haus an der argentinischen Atlantikküste zieht. Während der Spurensuche in der Vergangenheit werden auch (schwule) Geheimnisse der Gegenwart offengelegt.

Monos
von Alejandro Landes, Kolumbien/Argentinien/Niederlande/Dänemark/ Schweden/Deutschland/Uruguay/USA 2019
Mischung aus Kriegsfilm und Überlebensthriller, die auch queere Bezüge hat: Acht Jugendliche sind in einer paramilitärischen Einheit in den Bergen stationiert und neigen zu Ausschweifungen und Gewalt. Sie sollen u. a. auf eine US-amerikanische Geisel aufpassen.

Monstri. (Monsters.)
von Marius Olteanu, Rumänien 2019
Beziehungsgeschichte um ein verheiratetes Paar im Verlauf von 24 Stunden. Dabei geht es auch um unterdrückte Sexualität – denn der Ehemann hat Sex mit anderen Männern.

Mother, I Am Suffocating. This Is My Last Film About You.
von Lemohang Jeremiah Mosese, Lesotho 2019
Experimentalfilm, in dem der nach Berlin exilierte Regisseur einen schmerzlichen Blick auf sein Heimatland Lesotho wirft.

Normal
von Adele Tulli, Italien/Schweden 2019
Diese Doku zeigt anhand alltäglicher Handlungen und Szenen die Absurdität von Männlichkeitsritualen, starren Genderrollen und der Anpassung an eine (Hetero-)Normativität.

Ne croyez surtout pas que je hurle (Just Don’t Think I’ll Scream)

von Frank Beauvais, Frankreich 2019
Dokumentarischer Essay-Film: Nachdem der Regisseur sich von seinem Partner getrennt hat, lässt er sich an einem abgelegenen Ort im Elsass nieder. Sein Einsiedlerdasein, geprägt von Depressionen, Panikattacken und seiner Obsession, Unmengen von Filmen zu schauen, hat er in dieser Collage aus Filmschnipseln festgehalten.

Schönheit & Vergänglichkeit
von Annekatrin Hendel, Deutschland 2019
Diese Doku geht der Frage nach, was aus den jungen Punks geworden ist, die der Ostberliner Fotograf und Berghain-Türsteher Sven Marquardt vor über 30 Jahren in seinen Schwarz-Weiß-Fotos porträtierte. Sven Marquardt ist ebenfalls in der Doku „Berlin Bouncer" über die Biografien dreier Türsteher zu sehen.

Searching Eva
von Pia Hellenthal, Deutschland 2019
Doku über die aus Italien stammende und zur Zeit in Berlin lebende Eva: Sie ist Model, Feministin, queere Autorin und selbstbestimmte Sexarbeiterin.

Serpentário (Serpentarius)
von Carlos Conceição, Angola/Portugal 2019
Experimentalfilm, in dem sich ein junger Mann auf der Suche nach dem Geist seiner Mutter durch eine afrikanische Landschaft treiben lässt. In geringem Maße spielen auch schwule Elemente eine Rolle.

So Pretty
von Jessie Jeffrey Dunn Rovinelli, USA/Frankreich 2019
Der Film verhandelt Modelle der Liebe in der queeren Szene New Yorks und bezieht sich dabei auf den Roman „So schön“ des schwulen Berliner Schriftstellers Ronald Schernikau, der in den 80ern auch für die SIEGESSÄULE schrieb.

Temblores (Tremors)
von Jayro Bustamante, Guatemala/Frankreich/Luxemburg 2019
Pablo hat sich in einen anderen Mann verliebt. Das greift die Werte seiner reaktionären und strenggläubigen Familie in Guatemala City an, die alles daran setzt, Pablo wieder „auf den rechten Weg“ zurückzuholen.

To thávma tis thálassas ton Sargassón (The Miracle of the Sargasso Sea)
von Syllas Tzoumerkas, Griechenland/Deutschland/Niederlande/Schweden 2019
Drama um eine Polizeichefin in einem griechischen Küstenstädtchen – nur am Rande spielen Homo- und Bisexualität eine Rolle.

Darüberhinaus laufen in diesem Jahr natürlich auch eine Vielzahl an queeren Kurzfilmen und vor allem Klassikern: Zum 40jährigen Jubiläum des Panorama hat Wieland Speck eine Sonderreihe kuratiert, in der ihr vor allem unbekanntere queere Filme aus den letzten Jahrzehnten wiederentdecken könnt, darunter so wichtige Werke wie „Buddies“ – einer der ersten Filme über Aids – oder „Max" von Monika Treut, dem wahrscheinlich ersten filmischen Portrait eines trans Mannes.

In der Hommage an die Schauspielerin Charlotte Rampling, die mit einem Ehrenbären ausgezeichnet wird, ist u. a. Viscontis „Die Verdammten" zu sehen, in dem Helmut Berger in einer legendären Szene als Marlene Dietrich auftritt. Außerdem werden wichtige Filme queerer Regisseur*innen gezeigt: „Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse" von Ulrike Ottinger, „The Garden" von Derek Jarman und „Female Misbehaviour" von Monika Treut! Gast in der Sektion Perspektive Deutsches Kino ist die im letzten Jahr beim DOK.fest München ausgezeichnete Dokumentation „Tackling Life“ über die schwule Rugby-Mannschaft „Berlin Bruisers".


69. Berlinale,
07.-17.02.
berlinale.de

 



Berlin-Queer-Kalender

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