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Demo

Protest gegen den Mietenwahnsinn in Berlin

Am 06.04. wird in in der Stadt gegen explodierende Mieten und Verdrängung demonstriert

© Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

04.04.19 – Zu den dringlichsten Problemen in Berlin gehören steigende Mieten, Gentrifzierung und Verdrängung: Queere Räume wie der Sonntags-Club oder der Quälgeist sind unmittelbar davon betroffen. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, findet am Samstag, den 06.04., eine großangelegte Demonstration unter dem Titel „Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“ statt, die von einem breitaufgestellten Bündnis organisiert wird.

Im April letzten Jahres hatte man bereits dazu aufgerufen, gegen die Verschärfungen auf dem Wohnungsmarkt auf die Straße zu gehen: 25.000 Menschen konnten damals mobilisiert werden. In diesem Jahr wird die Demo von über 260 stadtpolitischen Initiativen, Vereinen und Verbänden unterstützt. Sie startet um 12 Uhr am Alexanderplatz mit einer Auftaktgebung, führt dann über Karl-Marx-Allee und Warschauer Straße zum Schlesischen Tor. Die Demo endet vor der Arena in Treptow, um hier gegen eine zeitgleich stattfindende Immobilienmesse zu protestieren.

Am 06.04. sind auch in verschiedenen anderen Städten Europas, darunter Dresden, Budapest, Brüssel und Paris, Aktionen und Demonstrationen gegen den „Mietenwahnsinn“ geplant. Ziel ist eine eine „gemeinsame, europäische Vernetzung der Mieter*innen“.

Das zur Demo-Orga gehörende Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ betont gegenüber SIEGESSÄULE, dass sich seit der Demo im letzten Jahr die Lage für Berliner Mieter*innen noch verschlechtert habe. Allerdings habe auch der Widerstand gegen den „Mietenwahnsinn“ rasant zugenommen. Die Kritik richtet sich dabei deutlich gegen den Berliner Senat, der keine Lösung für die steigenden Mietpreise und die Verdrängung in der Stadt finde: „Wir können keine substantielle Verbesserung erkennen. Das Vorkaufsrecht ist zwar für die betroffenen Mieter*innen ein Hoffnungsschimmer, aber keine Lösung für alle. Neubau findet nicht im benötigten Maße statt und wenn, dann im Hochpreissegment. Der von der SPD angekündigte Mietendeckel wurde von einem Mieter*innenanwalt bereits als ,löchriges Sieb' bezeichnet“.

LGBTI-Lokalen und -Clubs, die aufgrund der Mietsituation in Berlin in ihrer Existenz bedroht sind, rät das Bündnis: „Organisieren, Öffentlichkeit herstellen, solidarisch sein und kämpfen. Und zur Demo am Samstag kommen!“


Demo „Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“, 06.04., Start: 12:00, Alexanderplatz



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