Theater: Marilyn
- 11. Okt. 2026, 18:00
- Ballhaus Prinzenallee
Biografisches Stück über die Hollywood-Legende
Das Stück von Ira Wedel widmet sich der Queer-Ikone Marilyn Monroe (1926-1962), ihrem Leben, ihrer Persönlichkeit – mit dem Blick von heute. Es geht um die Gier nach Schönheit, Perfektion, Verfügbarkeit.
Gezeigt wird, wie eine junge Frau zu einer Idealisierung, einer Projektionsfläche wird, eine Frau, die sich anpasst und benutzen lässt, in der Hoffnung auf Anerkennung und Liebe. Es sind Männer, die ihr beides versprechen, sie enttäuschen und benutzen. Der Dramatiker Arthur Miller („Tod eines Handlungsreisenden“) ist der, von dem sich Marilyn endlich gesehen fühlt, der sie beschützen soll. Doch auch er enttäuscht sie.
Das Stück erzählt vom Ende einer Ehe und von dem verzweifelten Versuch einer Emanzipation.
In der Produktion gibt es zwei Marilyns. Damit möchten die Autorin/Regisseurin Ira Wedel die innere Zerrissenheit zeigen, die Marilyns Persönlichkeit geprägt hat: den strahlenden Filmstar, den die Öffentlichkeit kannte, und gleichzeitig den sensiblen und verletzlichen Menschen dahinter.
Eine der Marilyn-Darstellerinnen ist Adél Onodi. Sie sagt zu SIEGESSÄULE: „Für mich persönlich hat diese Aufführung eine ganz besondere Bedeutung. Als trans Frau erlebe ich auch heute noch, dass es für trans Frauen in der Film- und Theaterwelt nur sehr wenige Möglichkeiten gibt, echte weibliche Rollen zu spielen. Besonders selten ist es, dass eine trans Frau eine Rolle bekommt, die nicht ausdrücklich als trans Figur geschrieben wurde. Deshalb war es mir besonders wichtig, dass es in dieser Aufführung zwei Marilyns gibt.“
Die zweite Marilyn ist Helena Sattler, Birk Vogel spielt die verschiedenen männlichen Rollen. Das Stücke hatte bereits im Mai 2026 Premiere und war dreimal ausverkauft. Jetzt ist es wieder zurück.
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Kulturort in Berlin-Wedding mit Theater und Literatur-Events
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