Theater: Blutbuch
- 29. Okt. 2026, 20:00
- Vaganten Bühne
Schauspiel nach dem Roman von Kim de l’Horizon
„Blutbuch“ ist der Debütroman von Kim de l’Horizon, eine genderfluide, nicht binäre schweizerische Person, die unter diesem Pseudonym Lyrik, Prosa und Theaterstücke verfasst. Der Roman wurde 2022 sowohl mit dem Deutschen Buchpreis als auch dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.
Bei dieser Bühnenadaption von Max Radestock und Daniela Guse führt Radestock Regie, es spielen Julian Trostorf, Annemie Twardawa und Emma Zeisberger.
Es geht um die Frage: Wie werden wir, wer wir sind? Dem geht die nicht binäre Erzählfigur auf den Grund. Es entsteht eine poetische Erzählung über nicht definierbare Körper, über das Schweigen innerhalb der eigenen Familie. Über die Großmutter, liebevoll im berndeutschen Dialekt „Großmeer“ genannt, die langsam ihre Erinnerungen verliert. Über Meer, die Mutter, die zur Eishexe werden kann. Und über die Blutbuche, die der Urgroßpeer für seine liebste, aber verstorbene Tochter gepflanzt hat und die in das Kind Kim hineinzuwachsen beginnt. Denn Kims Körper hat keine Grenze.
Langsam spinnen sich die Erinnerungsfäden zusammen, suchen nach der anderen, der weiblichen Blutslinie der Familie. Einer anderen Form der Überlieferung. Sie erzählen von den Narrativen, die uns prägen, von der subtilen Gewalt, mit der wir aufwachsen, weil sich Erfahrungen in unsere Vorfahren eingeschrieben haben, die sie an uns weitergeben.
Mehr Infos hier.
#Charlottenburg#Kim de l'Horizon#nicht binär#queer#theater
