Lortzings „Zar und Zimmermann“

  • 11. Juli 2026, 17:00
  • Deutsche Oper
Bild: Deutsche Oper Berlin
Antonello Manacorda (li.) und Martin G. Berger

Von Antonello Manacorda und Martin G. Berger neu interpretiert

Die Spielopern von Albert Lortzing gehörten nach dem Zweiten Weltkrieg für viele queere Jugendliche zum festen Bestandteil des Plattenschranks ihrer Eltern – das schreibt Herausgeber Sven Limbeck in „Casta Diva: Der schwule Opernführer“. Er verweist darauf, dass die entsprechenden Einspielungen mit Sängerinnen wie Anneliese Rothenberger und Ingeborg Hallstein einen hohen Camp-Faktor hatten, der manchen als Coming-out-Hilfe diente. Das bekannteste Werk des 1801 in Berlin geborenen Komponisten ist „Zar und Zimmermann“ (1837), über das Doppelleben des russischen Zaren Peter I., der unter dem Namen Peter Michaelow in den Niederlanden Betriebsspionage betreibt, wie man heute sagen würde.

Das Werk sowie Lortzing allgemein waren lange von Berliner Bühnen verschwunden. Jetzt hat der schwule Interimsintendant der Deutsche Oper Berlin, Christoph Seuferle, das Stück – das in der legendären Inszenierung von Winfried Bauernfeind jahrzehntelang zu den Dauerbrennern des Hauses gehörte – neu angesetzt: mit Antonello Manacorda (von der Kammerakademie Potsdam) als Dirigent und dem Berliner Musicalregisseur Martin G. Berger, der zuletzt an der Komische Oper Berlin „In Frisco ist der Teufel los“ mit Ursli Pfister zum Drag-Spektakel gemacht hatte. Wie queer und/oder poppig das wird – oder vielleicht auch supercamp –, muss man abwarten. Der berühmte „Holzschuhtanz“ lädt jedenfalls zu allerlei Ausdeutungen ein.

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Deutsche Oper

Ein wahres Traditionshaus: Vor gut 100 Jahren gründeten die Berliner*innen die Deutsche Oper: Ein eigenes Opernhaus, in dem man von allen Plätzen volle Sicht auf die Bühne hat und das explizit auch dem modernen Musiktheater geweiht sein sollte. Dieser Tradition einer Bürgeroper ist das Haus auch im 1961 eröffneten Neubau Fritz Bornemanns treu geblieben.

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