Frauentouren: Hohenschönhausen
- 18. Mai 2026, 18:00
Margarete Rossignol versteckte Verfolgte am Stadtrand
In der Weimarer Republik war Hohenschönhausen überwiegend linkspolitisch geprägt, doch auch die NSDAP konnte bereits in der Weimarer Zeit erste Wahlerfolge in Hohenschönhausen verbuchen. Der Stadtteil war bis in die 1970er Jahre dörflich geprägt, die für den Ortsteil heute charakteristischen Plattenbauten entstanden ab Anfang der 1970er Jahre. Neben Einfamilienhäusern prägten viele Kleingartenanlagen, insbesondere am heutigen Standort des in den 50ern errichteten Sportforums, das Stadtbild. Trotz der Lage am Rande der Stadt Berlin gab es auch in Hohenschönhausen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, auch von Frauen. So lebte die Widerstandskämpferin Margarete Rossignol mit ihrem Mann in der Strausberger Straße. Mehrfach diente ihre Wohnung als geheimer Treffpunkt. Auch mehrere Verstecke für Jüdinnen und Juden befanden sich in Hohenschönhausen. bzw. in der Nähe. Darunter z.B. das Versteck von Hans Rosenthal in der Gartenkolonie Dreieinigkeit. In derselben Kolonie waren auch Gerda und Erna Segal versteckt.
Treffpunkt nach Anmeldung: mitmachen@licht-blicke.org oder 030 505 665 18.
Mit Trille Schünke
#Feminismus#Hohenschönhausen#Stadtführung