Konzert: Lésions Graves Sextet plays Julius Eastman + ladr ache

  • 23. Okt. 2026, 20:00
  • silent green Kulturquartier
Bild: Presse

Minimal Music in various arrangements

Der 1990 an den Folgen von AIDS verstorbene afroamerikanische Komponist Julian Eastman war wie der mit ihm befreundete Arthur Russell ein Genre-Grenzen ignorierender Neo-Renaissance-Mensch, der sich in den 1960er und 1970er Jahren nicht nur mit Homophobie, sondern in der Welt der modernen weißen Klassik auch mit Rassismus konfrontiert sah. Selbst in John Cage fand er keinen Fürsprecher, als Eastman es 1975 wagte, dessen „Song Books“ im Adamskostüm aufzuführen. Inzwischen genießt Eastmans eigene Minimal Music internationales Renommee und wird auch von nicht-akademischen Acts wie der angesagten queeren Electronica-Künstler*in Loraine James entdeckt. Oder aber von der deutschen Extrem-Metal-Formation Lésions Graves, die Eastmans charakteristische Transformationen wiederkehrender Musikelemente auf ihre Weise neu arrangiert haben. Nicht weniger lautstark werden die polyphon gesungenen und hypnotisch perkussiven Klanggebilde des Brüssler Musikerinnen-Kollektivs ladr ache sein, mit denen sich das Lésions Graves Sextett den Abend (im Rahmen der Experimentalmusik-Reihe „Acephalic Headspace“) teilt.

#Konzert


silent green Kulturquartier

Veranstaltungsort mit diversem Kulturprogramm und eigenem Restaurant

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