Lesung: Lena Riemer / Alessandro Paschitto
- 6. Nov. 2026, 19:30
- Volksbühne Berlin
Teil des Medusa Festivals
Körper, Klasse, Geschlecht stehen im Zentrum des zweiten Festivaltages mit dem Stück „Sexus“ des italienischen Dramatikers Alessandro Paschitto und dem prämierten Debüt „aufstiegskörper. ein fühlversuch“ der deutschen Autorin Lena Riemer.
Worum geht’s?
„aufstiegskörper. ein fühlversuch“ von Lena Riemer
Sozialer Aufstieg durch Bildung gilt als Versprechen – doch der Bildungstrichter hält sich hartnäckig. Lena Riemers Figuren bewegen sich zwischen Herkunftsmilieu und neuen Bildungs- und Arbeitswelten. Sie entziffern fremde soziale Codes und trainieren Sprache, Haltung, Körper und Geist. In einem dichten Sprachstrom aus Gesagtem und Gedachtem macht der Text spürbar, wie sich der Druck des Aufstiegs in die Körper einschreibt. Ein Text über soziale Mobilität, Burnout und den Körper als Ort von Anpassung und Widerstand.
„Sesso“ (dt. Sexus) von Alessandro Paschitto, übersetzt von Carola Köhler
Der Titel ist das einzige Wort, das im Text nie vorkommt, und doch geht es genau darum. „Sexus“ ist ein pointiertes und ironisches Spiel über Geschlecht, Identität und gesellschaftliche Erwartungen. Sprache – die zwischen Reportage, Varieté und flüchtigen Sketchen oszilliert – wird hier sowohl zu einem Kontrollinstrument als auch zum Raum theatralen Widerstands.
Es lesen: Knut Berger, Theresa Berlage, Joao D’Orey, Via Jikeli
Regie: Tobias Herzberg
Mehr Infos hier.
#Lesung#Theater

Die Volksbühne Berlin ist Legende und lebendiges Theater der Stadt. Frank Castorf prägte die Spielstätte nach der Wende bis heute. Noch immer will sich das Theater einmischen und keine glatt gebügelte Theaterware liefern. Mit dem roten und grünen Salon haben sich außerdem zwei Locations für Konzerte, Vorträge, Diskussionen etabliert, die fest zum kulturellen Leben Berlins gehören.
#gayfriendly#queerfriendly#Theater