Musiktheater: Tiresias
- 7. Nov. 2026, 20:00
- Neuköllner Oper
Poulencs berühmte „Brüste des Tiresias“ neu interpretiert
In der surrealistischen Oper „Les mamelles de Tirésias“ (dt.: Die Brüste des Tiresias) des schwulen französischen Komponisten Francis Poulencs lehnt sich Thérèse – im fiktiven „Zanzibar“ in der Nähe von Monte Carlo – gegen den Reproduktionswahn der Gesellschaft auf („Ô Français, faites des enfants!“). Sie steigt aus und ruft zur Revolution auf. In einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten kann sich Thérèse verwandeln, sie entledigt sich ihrer äußeren weiblichen Attribute, indem sie ihre Brüste als kleine Luftballons ins Publikum entschweben lässt und männliche Kleidung anzieht. Außerdem legt sie sich einen Bart zu und wechselt ihren Namen. Sie nennt sich jetzt Tirésias. Ihrem Wunsch entsprechend verwandelt sich auch ihr Mann, er wird zur Frau.
Marlene Schleicher inszeniert dieses französische Meisterwerk neu, es wird auf Französisch gespielt, mit deutschen Übertiteln. Die Handlung verlegt sie an den Hermannplatz; wo wir in dieser Fassung u. a. verpixelte Pinguine treffen, in Videos von Kasia Suchecka. Die musikalische Leitung übernimmt Yueyue Gu.
Es ist die Bachelor-Abschluss Inszenierung der Hochschule für Musik Hanns Eisler.
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Sicher kein klassisches Opernhaus. Aber eine innovative Spielstätte für Musiktheater, das hier mit viel Herzblut präsentiert wird. Im kreativ-spannungsgeladenen Neukölln gelegen, präsentiert das Theater auch viele Uraufführungen zeitgenössischer AutorInnen und KomponistInnen und widmet sich thematisch oft dem Spagat zwischen Migration, Integration und Diskriminierung.
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