„Nichtbinäres Schreiben“: Romane zwischen Körper, Identität & Sprache
- Jun 25, 2026, 7:30 PM
- Brotfabrik
Lesung & Gespräch mit Jchj Vé Dussel & Boris Celeste
In Jchj Vé Dussels und Boris Celestes Romanen erscheinen Identitäten nicht als stabile Größe, sondern als fließender, offener Prozess, der Sprache, Wahrnehmung und Körper gleichermaßen durchdringt. In „Aus dem schlafenden Vulkan ausbrechen“ (2022) erzählt Jchj Vé Dussel von Kopjas Aufwachsen in einem provinziellen Deutschland, das geprägt ist von Mobbing, Erniedrigungen und Körperfeindlichkeit. Gewalt, Begehren und der wachsende Drang nach Selbstbestimmung formen eine Sprache, die sich gegen binäre Geschlechterordnungen zu behaupten versucht. In „Klosterberg“ (2025) erzählt Boris Celeste den Neuanfang der traumatisierten Erzählfigur in einem Kloster. Zwischen Angst und Begehren entfaltet sich eine Erzählung, die die Konturen von Innen und Außen, von Raum, Zeit und den Figuren entgrenzt.
Im Wechsel aus Lesung und Gespräch erkunden beide Autor*innen, was nicht binäres Schreiben bedeuten kann: als Thema, Haltung und poetisches Prinzip.
Die Lesung ist eine Open-air-Veranstaltung im Hof der Brotfabrik. Bei Regen findet sie in der Brotfabrik-Galerie statt.
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Unter dem Dach der ehemaligen Landbäckerei vereinen sich Galerie, Bühne, Kino und Kneipe zu einem interdisziplinären Kunst- und Kulturzentrum. Zeitgenössische Fotokunst bildet den Schwerpunkt in der BrotfabrikGalerie, wobei Werke etablierter und weniger bekannter Künstler Berücksichtigung finden. Auf den Brettern der BrotfabrikBühne tummeln sich „Nestflüchter“ neben „alten Hasen“ aus der freien Theaterszene. Auf dem Spielplan stehen Projekte der Hausgruppen und Gastspiele aus dem In- und Ausland.
Auch Peter Greenaway, Buddy Giovinazzo und Christoph Schlingensief waren nicht nur mit ihren Filmen im Kino der Brotfabrik vertreten, sondern darüber hinaus live vor Ort.
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