Fundraiser Party am 16.05.

SchwuZ-Comeback: „Das geht nur, wenn die ganze Community mitmacht“

14. Mai 2026 Florian Bade
Bild: SchwuZ e. V.
Der neue Vorstand Marcel Rohrlack, Maximilane Elspaß, Kiki Sparklez, Tarek Stukki, Katja Schmidt (v. l. n. r.)

Der Drops schien eigentlich gelutscht: Am 1. November letzten Jahres schloss das SchwuZ am Rollberg insolvent seine Pforten. Das war‘s, schien es. Doch jetzt spannt eine Gruppe motivierter Ehrenamtlicher den Rettungsschirm und startet neu – mit einer Kick-off-Party im Metropol

„Nach dem Closing des SchwuZ habe ich so oft gedacht, das darf noch nicht das Ende gewesen sein!“, erinnert sich Maximiliane Els- paß, bekannt als Dragqueen Maximalismus, im Gespräch mit SIEGESSÄULE. Was viele nicht mitbekamen: die SchwuZ GmbH war zwar bankrott, aber der SchwuZ e. V. blieb bestehen. „Als klar wurde, dass wir genug fähige Leute für einen Neustart haben, war die Begeisterung groß“, sagt Marcel Rohrlack.

So wurden Marcel und Maxi zusammen mit drei weiteren Ehrenamtlichen am 22. März in den neuen Vereinsvorstand gewählt. Seitdem: erste Locationgespräche, frisches Produktionsteam, neues Logo. Und die Ansage: Am 16. Mai feiert das SchwuZ mit einem Fundraiser sein Comeback im Metropol. „Das ist aber nicht die SchwuZ-Revival-Party!“, so Marcel. Er sieht darin stattdessen den Auftakt für ein neues SCHWUZ.

„Wir wollen ein SCHWUZ für alle Queers sein, aber nicht immer alle gleichzeitig.“

Die Großbuchstaben sollen den Ursprung würdigen und Diversität unterstreichen. Kleiner, spezifischer, diverser soll es werden. „Wir wollen ein SCHWUZ für alle Queers sein, aber nicht immer alle gleichzeitig“, erklärt Maxi.

Signalwirkung weit über Berlin hinaus

Getragen werden muss das Ganze von der Community selbst – Vorstand und Partycrew arbeiten ausnahmslos ehrenamtlich. „Wir wollen in einer Zeit, in der alle Nachtclubs zumachen, einen Laden eröffnen. Das geht nur, wenn die ganze Community mitmacht“, plädiert Marcel. Gebraucht werden Freiwillige, Locations, Connections und Geld.

Auch politisch ist das Team aktiv – Marcel, der selbst aus der politischen Kommunikation kommt, dazu: „Wir sind in Gesprä- chen mit allen demokratischen Parteien. Bereitschaft ist da.” Auch die Resonanz aus der Community stärkt dem Team den Rücken. „Es gibt vielen Leuten Hoffnung und Erleichterung, dass wir uns mit einem starken Lebenszeichen zurückgemeldet haben“, freut sich Maxi. Marcel blickt nach vorn: „Wenn wir das jetzt auf die Straße bringen und die ganze Community ihren Arsch hochbekommt, dann haben wir eine Chance, was richtig Cooles zu schaffen – mit Signalwirkung weit über Berlin hinaus.“

SchwuZ Fundraiser Party
16.05., 23:00
Metropol

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