Til Fox vom Butch*Walk gewinnt den Preis für lesbische Sichtbarkeit 2026
Zum fünften Mal vergab der Berliner Senat am gestrigen Mittwochabend den Preis für lesbische Sichtbarkeit. Den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis gewann Til Fox, Begründer*in der Modenschau Butch*Walk. Mit einem Preisgeld von 2.500 Euro wurden außerdem noch Elodie Forget (Lesberlin Run & Social Clubs) und die Aktivistin Monique King ausgezeichnet
„Butch*Walk ist Empowerment durch Kleidung. Hier lernen wir im Leben aufrecht zu gehen und uns zu zeigen,” so Begründer*in von Butch*Walk Til Fox in der Dankesrede zum Preis für lesbische Sichtbarkeit. Bereits zum fünften Mal wurde die Auszeichnung des Berliner Senates am Mittwochabend im Festsaal Kreuzberg vergeben. Alle zwei Jahre werden rund um den Tag der lesbischen Sichtbarkeit am 26. April Personen, Gruppen und Initiativen geehrt, die dazu beitragen, lesbisches Leben in seiner Vielfalt zu zeigen und dabei eine Spur in Berlin hinterlassen.
„Butch*Walk ist Empowerment durch Kleidung. Hier lernen wir im Leben aufrecht zu gehen und uns zu zeigen.”
Die Moderation des Abends von Lydia Malmedie wurde musikalisch durch den FLINTA* Pop-Chor D-Dur Dykes begleitet. Auch die Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Cansel Kiziltepe (SPD) begrüßte die Anwesenden mit einer Rede. Sie verwies auf die nationalen und globalen antidemokratischen Bewegungen, die auch das lesbische Leben direkt beeinflussen und gefährden. Es sei nun wichtiger als je zuvor, sozial wie auch politisch zu handeln und standhaft zu bleiben.
Die Hauptauszeichnung ging in diesem Jahr an Til Fox von Butch*Walk. Die queere Fashionshow bringt Butches* auf dem Laufsteg, um ihre Kleidung, Styling, Haltung zu feiern und die Identität in allen Facetten sichtbar zu machen. Dabei setzt die Veranstaltung auf ein gemeinnütziges Konzept: Die Models kommen aus der Community, die Kleidung von regionalen und queerfreundlichen Labels.
Die Laudatio auf Til Fox hielt Preisträgerin von 2024 und Jurymitglied Deborah Moses Sanks. Per Videoanruf zugeschaltet erzählte Deborah von der Relevanz, die Butch*Walk auch auf ihr eigenes Leben hatte: „Hier auf dem Laufsteg zu stehen, hat mein Bild von mir selbst verändert. Es gab mir die Möglichkeit, mich selbst zu akzeptieren.“
Die fünfköpfige ehrenamtliche Jury hat in den vergangenen Wochen aus über 100 eingegangenen Nominierungen gewählt. Erstmals sind diesjährig auch der zweite und dritte Platz der Shortlist mit einem Preisgeld von 2.500 Euro dotiert. So wurden die Begründerin des Lesberlin Run & Social Clubs Elodie Forget sowie die Aktivistin und ehemaliges CSD-Vorstandsmitglied Monique King ebenfalls auf der Bühne für ihr Engagement geehrt.
Zu den ehemaligen Gewinner*innen gehören neben Deborah Moses Sanks (2024) noch Saideh Saadat-Lendle (2022), Katharina Oguntoye (2020) und Dr. Ilse Kokula (2018).
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