Beschluss des Senats

Berlin bekommt eine Landesstrategie gegen Queerfeindlichkeit

25. März 2026 pb

Berlin beschließt als erstes Bundesland eine Strategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit.

Der Berliner Senat hat am gestrigen Dienstag, den 24. März als erstes Bundesland eine „Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit“ beschlossen.

Die Strategie beruht auf Empfehlungen des Runden Tisches „Schutz vor queerfeindlicher Hasskriminalität“, die im vergangenen August der Senatsverwaltung überreicht wurden. Sie gliedert sich in vier Kernbereiche: Sicherheit für queere Communitys, queere Sicherheit im öffentlichen Raum, Schutz vor Queerfeindlichkeit in allen Lebensphasen sowie ein sicheres Zusammenleben in vielfältigen Gemeinschaften.

Eine vergleichbare Strategie gab es bislang weder auf Bundes- noch auf Landesebene. „Wir stärken damit unsere Stadt, die von genau dieser Vielfalt lebt“, sagt Senatorin Cansel Kızıltepe.

Die Maßnahmen reichen von der Stärkung niedrigschwelliger psychosozialer Angebote bis hin zu konkreten Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum wie Notrufsäulen in Parks. Hinzu kommen Leitlinien für eine queerfreundliche Verwaltung, ein verbesserter Schutz geflüchteter LGBTIQ* sowie eine Fachstelle gegen Queerfeindlichkeit im Netz.

Der Runde Tisch, an dem mehr als 400 Menschen mitwirkten, wurde im Frühjahr 2024 unter Leitung des Berliner Queerbeauftragten Alfonso Pantisano ins Leben gerufen. „Mit der Landesstrategie schützen wir gezielter die Rechte und den Alltag queerer Menschen – und damit immer auch unsere Demokratie“, so Pantisano. Man werde „in allen Bereichen politischen Handelns“ Verwantwortung übernehmen, damit alle Berliner*innen „frei und sicher leben können“.

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