Kürzungen durch Bundesministerin Prien

Jugendnetzwerk Lamda muss bundesweites Beratungsangebot streichen

5. Nov. 2026 jano
Bild: Brigitte Dummer

Das Jugendnetzwerk Lambda muss seinen bundesweiten Queersupport zum Jahresende 2026 einstellen. Grund ist die gestrichene Förderung durch das Bundesjugendministerium

Nach über 30 Jahren muss das queere Jugendnetzwerk Lambda Queersupport, seine bundesweite Fach- und Peerberatung für junge Menschen, zum Jahresende 2026 einstellen. Das gab der bundesweite Selbsthilfeverband für queere Menschen diese Woche auf Instagram bekannt.

Als Grund gab das Netzwerk die Kürzungen durch Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, an: „Das Bundesjugendministerium hat unsere zentrale Förderung zum Ende des Jahres gekündigt. Den Queersupport haben wir zu großen Teilen aus dieser Förderung finanziert. Trotz aller Bemühungen ist es uns nicht gelungen, die dadurch entstandene Finanzierungslücke zu schließen.“

Gerade in Zeiten, in denen queeres Leben wieder zunehmend in Gefahr ist, sei die Einstellung der Jugendberatung zu Themen wie Coming-out und Identität oder Hilfe bei Suizidgedanken und häuslicher Gewalt besonders schwerwiegend: „Das macht uns unfassbar traurig. Und ehrlich gesagt auch wütend. Denn gerade in einer Zeit, in der Queerfeindlichkeit zunimmt und Safer Spaces für queere Menschen immer weiter unter Druck geraten, verlieren junge Queers eine wichtige bundesweite Anlaufstelle.“

Man werde alles tun, um durch neue Förderungen und andere Optionen die Arbeit so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

#Jugendarbeit#Kürzungen#Lambda

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